Die Grünen haben im Nationalrat einen Antrag eingebracht, der die Abgabe von Abreibungspillen an Österreichs Schulen zum Ziel hat. Konkret sollen "Vertrauenslehrer" die Abtreibungspille kostenlos an Schüler abgeben. Auf das Beiziehen eines Arztes wird verzichtet, die Eltern müssen nicht einmal informiert werden.
Ich akzeptiere, wenn eine Partei andere Vorstellungen hinsichtlich Familien- und Gesellschaftspolitik hat. Dieser Antrag ist aber nicht nur menschenverachtend, er ist auch unendlich dumm. Was soll das für ein Signal sein? Mach, was Du willst, Du bekommst von uns dann ohnehin eine kostenlose Abtreibungspille? Und dann wird im Antrag auch noch ausgeführt, dass es unangenehm sein könnte, im Wartezimmer des Arztes auf Bekannte zu treffen. Daher müsse die Abtreibungspille durch einen Lehrer verabreicht werden.
Wörtlich sprechen die Grünen im Antrag bei der Abtreibungspille sogar von einer "medizinischen Notwendigkeit", die vor allem im ländlichen Raum am Wochenende schwer zu bekommen sei.
Auch wenn für viele Grünpolitiker die Familie geradezu ein Feindbild darstellt, kann die Kritik an diesem politischen Schwachsinn nicht hart genug ausfallen. Mir fehlen jedoch schlichtweg die Worte. Als Behindertensprecher meiner Partei weiß ich, wie hart viele Menschen darum kämpfen, trotz einer schweren Behinderung wieder ins Leben zurückzufinden. Und dann geht man auf der anderen Seite her, und geht mit dem Leben wie mit einem Wegwerfartikel um, wie mit einer Krankheit, die einer medizinischen Notwendigkeit bedarf. Die FPÖ stellt die Fristenlösung nicht infrage, das hier geht aber entschieden zu weit!
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