30.07.2010
17. Hernals

01.12.2009
Garagenprojekt: Vernunft statt Emotion ist das Gebot der Stunde
 
"Nachdem sich Grüne und SPÖ nun zum wiederholten Mal ihre entgegengesetzten Positionen zum Garagenprojekt unter dem GRG Geblergasse via Presseaussendung mitgeteilt haben, ist es an der Zeit, wieder die Vernunft statt aufgeheizter Emotionen in den Vordergrund zu rücken", mahnt der Hernalser ÖVP Bezirksvorsteher Stellvertreter Manfred Juraczka rationales Vorgehen im Sinne aller Beteiligten ein. Eine Stimmung wie auf einem Wiener Derby, wie sie bei der letzten Bürgerinformationsveranstaltung vorgeherrscht habe, bringe mit Sicherheit keine konsensuale Lösung, sondern vertiefe nur die bestehenden Gräben.

"Es gibt einige Fakten, die für das Garagenprojekt sprechen, es gibt aber auch schwerwiegende Bedenken, die vom Betreiber erst nachhaltig ausgeräumt werden müssen", stellt Juraczka die verfahrene Situation klar. So sei es Fakt, dass in diesem Gebiet, vor allem abends und in den Nachtstunden, massive Parkplatznot herrsche, ganz einfach weil dort weniger Stellplätze als Bewohner mit Autos vorhanden wären. Hinzu kämen - Gott sei Dank - noch die Gäste des Metropol, die ebenfalls allabendlich auf Stellplatzsuche um die Häuser kreisten. Dieses Problem könne auch ein von den Grünen massiv gefordertes Parkpickerl in Hernals nicht lösen.

Fakt sei auch, dass das Garagenprojekt eine wesentliche Entlastung für die Bewohner dieses Bereiches bringen könnte. "Jedes Auto, das in der Garage steht, statt eine halbe Stunde um die Häuser zu kreisen, ist ein Gewinn für die Umwelt, Sicherheit und Lebensqualität in diesem Gebiet", so Juraczka weiter.

Auf der anderen Seite gebe es aber auch nachvollziehbare Bedenken gegen das Projekt. So hätte man vor allem die Hauptleidtragenden während der Bauphase - nämlich die Schülerinnen und Schüler und das Lehrpersonal - viel früher in die Planungen einbinden müssen, kritisiert der Bezirksvorsteher Stellvertreter die unsensible Vorgehensweise seitens des Bauträgers und des Bezirks. Dass man in der Schule nun aufgebracht sei, sei deshalb auch absolut nachvollziehbar. Um so mehr sollten gerade jetzt aber Vernunft und Kreativität statt bloßer Emotionen in den Vordergrund treten.

Schließlich gäbe es für die Schülerinnen und Schüler bei diesem Projekt auch einiges rauszuholen, ist Juraczka überzeugt. So erhalte die Schule nicht nur einen komplett neu und nach den Wünschen der Schule gestalteten Sportplatz, sondern könne sie sich auch vertraglich gegen die befürchteten Bauverzögerungen absichern. "Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass die Schule oder ein von ihr zu gründender Verein eine vertragliche Vereinbarung mit dem Bauträger schließt, in dem für jede Woche Bauverzögerung eine Pönalzahlung vorgesehen wäre, die den Schülerinnen und Schülern des GRG Geblergasse zu Gute käme. Wenn man beispielsweise einen Betrag von 3.000 Euro pro Woche Verzögerung ansetzt, käme man bei einer befürchteten Bauverzögerung von einem Jahr auf die stolze Summe von 150.000 Euro, die den Schülerinnen und Schülern für Schulfeste oder andere Wünsche und Bedürfnisse zur Verfügung stünde."

Kühler Kopf und kreative Herangehensweise wären deshalb jetzt das Gebot der Stunde, ist Bezirksvorsteher Stellvertreter Juraczka überzeugt. Eine Zuspitzung auf "Betonieren oder Blockieren" helfe niemandem und werde der Sache auch nicht gerecht. "Und wenn es gewünscht wird, stelle ich mich auch gerne als Mediator für die Erarbeitung einer Lösung, mit der alle Beteiligten leben können, zur Verfügung", bietet Juraczka abschließend an.
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Sonja - 15.12.2009 - 01:48:31
Zufällig habe ich heute mit einer Anrainerin darüber gesprochen. Auch sie findet dieses ominöse Projekt als einen Schildbürgerstreich genau unter einer Schule zu bauen. Eines ist sicher: auf die Bauwirtschaft schaut Häupl, alles andere dürfte ihm egal sein, könnte man schön langsam vermuten.
ehrntraut - 04.12.2009 - 01:09:45
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