30.07.2010
Clubbing & Musikevents


19.02.2010
Der Sound des Akkordeons
 
Bild-9Auch im 11. Jahr seines Bestehens bietet das Internationale Akkordeon Festival 2010 vom 20. Februar bis zum 22. März einen Monat lang in zahlreichen renommierten Wiener Spielstätten – zum Beispiel Baumgartner Casino, Porgy & Bess, Reigen, Filmcasino, Schutzhaus Zukunft oder Theater Akzent u.v.m. - Gelegenheit, sich mit dem Instrument Akkordeon und dessen zahlreichen künstlerischen Facetten auseinanderzusetzen.

Das heurige Festival hat Neuigkeiten zu bieten: mit der Gürtel Late Night Tour werden erstmals Konzerte im Herzen der jungen Musikmeile um Chelsea und Rhiz angeboten, Beginn jeweils pünktlich um 23.00 Uhr. Weil die Musik und das Akkordeon niemals – oder höchstens spät – schlafen gehen … 

Schon bestens eingeführt sind die Stummfilm Matinees – AkkordeonistInnen vertonen live Stummfilmklassiker – und der Magic Afternoon für Kinder allen Alters, die jeweils sonntags ihr zahlreiches und begeistertes Publikum finden.

Bei einem Festival, das sich über einen Monat erstreckt, ist es schwer, einzelne Programmpunkte herauszuheben, weil jeder Abend, jedes Konzert mit größtmöglicher Sorgfalt programmiert und umgesetzt wird und weil sich das Festival auch als gesamtheitliches Statement versteht. Naturgemäß als besondere Schmankerl sind dabei die Eröffnungs- und Abschlussgalas zu verstehen. Dazwischen liegt eine ungeheure Menge an Auftritten nationaler und internationaler Künstler und Künstlerinnen, die das Akkordeon in seiner ganzen stilistischen Bandbreite zwischen Tradition und Innovation erlebbar machen, ein pralles Füllhorn musikalischer Geschenke und Möglichkeiten. 

Beyond the Pale Fotocredit Asli AlinAm 13. März gibt es im Theater Akzent Finest Post-Modern Klezmer zu hören von den Kanadiern Beyond the Pale. Beyond the Pale aus Toronto existieren seit über 10 Jahren. Sie haben unzählige Konzerte gespielt, in der New Yorker Carnegie Hall ebenso wie beim Festival für jüdische Kultur in Krakau, Polen. Drei preisgekrönte Alben tragen ihren Namen, zuletzt erschien 2009 „Postcards“. Beyond the Pale mischen Klezmer- und Balkan-Sounds, verbeugen sich vor der Musik der Roma und kommen damit bei einer dynamischen Eurofolk-Fusion an. Mit größter Meisterschaft spielen sie stürmische Tänze ebenso wie sie kammermusikalische Intensität erzeugen. Ihren Bandnamen leiten die Kanadier vom „Pale Of Settlement“ her, jenem Gebiet im kaiserlichen Russland des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts, das den Juden als Lebensraum zugewiesen wurde – außerdem heißt die Übersetzung des Bandnamens: „jenseits der Grenzen des Erlaubten“, was möglicher Weise einen Ausblick auf ihre Art des Musizierens gewähren könnte.

Tauchen Sie ein in die Harmonikaklänge und genießen Sie.

Lilly Tampier
Fotos: Akkordeonfestival © Thomas Neumann; Beyond the Pale © Asli Alin
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