30.07.2010
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02.03.2010
Botanischer Garten vor Wochenend-Sperre?
VP-Tschirf: Parköffnung an Wochenenden muss der Stadt etwas wert sein
"Der Botanische Garten beim Schloss Belvedere muss gerade an Wochenenden für Besucher offen bleiben, schließlich dient er seit Generationen als Naherholungsgebiet für den 3. Bezirk, insbesondere für die Bewohner des Fasanviertels", so der Landstraßer ÖVP Gemeinderat und ÖVP Klubobmann Matthias Tschirf in Reaktion auf die angekündigte Wochenendsperre des Botanischen Gartens.

Es sei durchaus nachvollziehbar, dass die Uni Wien, die diesen Park zu Forschungszwecken nutzt, diesen aus wirtschaftlichen Gründen an Wochenenden sperren wolle, aber hier müsse eben die Stadt Wien einspringen. "Jetzt sind Umweltstadträtin Sima und der Wiener SPÖ Vorsitzende Häupl gefordert. Wenn ihnen der Erhalt der Lebensqualität in diesem Grätzl Wiens am Herzen liegt, so ist wohl nichts naheliegender, als hier mit einer entsprechenden Subvention die Wochenendöffnung aufrecht zu erhalten. Wenn selbst ein Verein, der eine Computer-Spiele-Plattform anbietet, mit sagenhaften 600.000 Euro unterstützt wird, so sollte die Stadt Wien auch die jährlich notwendigen 45.000 Euro für die Parköffnung zur Verfügung stellen. Das muss es der SP-Stadtverwaltung wert sein und davon würde die Stadt Wien und ihre Bewohner wesentlich mehr profitieren", meint der Landstraßer VP-Mandatar abschließend.
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Viktoria Patsch - 03.03.2010 - 12:26:04
Ich wohne im 4. Bezirk. Bin begeisterte Nutzerin des botanischen Gartens und finde den Kommentar des Herrn Valentin empörend. In diesem Zusammenhang von \"Geld beim Fenster rausschmeissen\" zu sprechen, ist mehr als provokant. Ich hoffe sehr, dass uns dieses Naherholungsgebiet auch am Wochenenende erhalten bleibt!
Liesinger - 03.03.2010 - 06:57:41
Naherholungsgebiete sind der SPÖ nichts mehr wert. So wurde das Liesinger Landschaftsschutzgebiet in den ersten frühlingshaften Tagen wieder einmal gnadenlos von startenden und landenden Flugzeugen zugedröhnt. Und das einzige was einem Herrn Gemeinderat Valentin zur Zerstörung der Lebensqualität in Wien durch die 2004 überfallsartig nach Liesing verlegten Flugrouten einfällt, ist, wie wichtig der Flugverkehr für den Tourismus ist. Stellt sich nur die Frage, wie lange die Touristen noch freiwillig kommen, wenn sie erst Bekanntschaft mit dem nachweisbar gesundheitsschädlichen Wiener Fluglärm gemacht haben.

Dass ein Wiener Gemeinderat Valentin auch nichts von der Idee hält, dass der Flugverkehr auch einen Umweg über unbesiedeltes Gebiet fliegen könnte, erweckt den Eindruck, dass er nicht als Vertreter Wiens beim Flughafen sondern als Vertreter des Flughafens in Wien agiert.
Dr. Günter Pollak - 02.03.2010 - 14:24:37
Die SPÖ Wien möge sich überlegen, ob sie wirklich Familien mit kleinen Kindern eines der letzten Naherholungsgebiete im 3. Bezirk nehmen möchte.
Sollen nur mehr Familien mit nicht berufstätiger Mutter die Chance bekommen, den botanischen Garten zu besuchen?
Oder will man die KLeinfamilien ganz draussen haben, und nur noch Grossgruppen aus diversen Kindergärten?
Wie schon beim Arenbergpark scheinen Familien mit Kleinkindern nicht mehr zur Zielgruppe der SPÖ zu gehören. Ist die kinderlose Kulturschickeria wirklich um so viel wichtiger?
Karl-Heinz Gans - 02.03.2010 - 11:43:14
Falls Tschirf ein lustiger Geselle ist, kann man Valentin wohl nur als halblustig empfinden. 45.000 Euro für die Bevölkerung des 3. Bezirks aus „wirtschaftlichen Gründen“ (als ob die SPÖ schon jemals etwas von Wirtschaft verstanden hat!) abzulehnen aber für eine Computer-Spiele-Plattform 600.000 Euro zum Fenster rauszuschmeißen (wahrscheinlich wieder mal an einen SPÖler!) ist schon sehr verwegen.
Die Landstraßer werden sich bei der nächsten Wahl an diese Aussage zu erinnern wissen. Hohenberger, Häupl und der eher halblustige Gemeinderat werden die Rechnung präsentiert bekommen.
FPÖ Wien - Pressestelle - 02.03.2010 - 11:32:43

Der FPÖ-Wien, Klubobmann LAbg. DDr. Eduard Schock appelliert an die Stadt Wien, etwas gegen die Wochenend-Sperre des beliebten Botanischen Gartens im Wiener Belvedere zu unternehmen.
Freilich ist es verständlich wenn die Uni-Wien, die diesen Garten zu Forschungszwecken nutzt, diesen aus wirtschaftlichen Gründen am Wochenende sperren möchte - aber in diesem Fall muss eben die Stadt Wien finanziell unterstützen. Es kann nicht sein, dass Häupl zwar rund 90.000 Euro in den Umbau der Secession zu einer SM-Kammer verschleudert aber für eine wichtige und beliebte Grünoase der Wienerinnen und Wiener keine finanziellen Mittel vorahnden sein sollen. Seitens der Stadt Wien besteht hier dringender Handlungsbedarf, so Schock abschließend.
Erich Valentin, SPÖ - 02.03.2010 - 11:29:34

Der ÖVP-Klubobmann Matthias Tschirf ist ein lustiger Geselle: einerseits versteht er, dass die Universität Wien sparen muss und den botanischen Garten am Wochenende zusperren will. Andererseits soll die Stadt Wien Geld beim Fenster rausschmeißen, damit die Uni den Garten wieder aufsperrt. Laut Herrn Tschirf ist die Stadt Wien also nicht dazu angehalten, wirtschaftlich zu handeln. Die Stadt sieht sich aber sehr wohl dazu verpflichtet, mit Steuergeldern verantwortungsvoll umzugehen.

Gemeinderat Erich Valentin
Vorsitzende des Umweltausschusses