10.09.2010
12. Meidling

21.05.2010
Wer zahlt "Gratis-Bim" zum Kanzlerfest?
Faymann unterstützt seine "bedürftige Gästeschar" mit Gratis-Fahrscheinen zum Kanzlerfest - Wer zahlt das?
"Wenn es um den Klimaschutz geht, ist offenbar jeder Unfug erlaubt", kommentiert FPÖ-Generalsekretär NAbg. Harald Vilimsky die Einladung zum Sommerfest des Kanzlers am 12. Juni im Wiener Gartenhotel Altmannsdorf. Diese gilt nämlich als "Fahrausweis für beliebig viele Fahrten 2 Stunden vor und bis 6 Stunden nach Veranstaltungsbeginn in der Kernzone Wien." Wer zu den Gratisfahrten einlade, wird nicht kommuniziert: "Faymann persönlich? Die SPÖ? Das Bundeskanzleramt mit Steuergeld? Oder ist es gar ein Geschenk der roten Wiener Linien? In jedem Fall ist es eine Beleidigung für alle Käufer der ständig teurer werdenden Tickets", hält Vilimsky fest.

"Es ist geradezu rührend, wie sich der Kanzler um seine bedürftige Gästeschar kümmert. Als gestandener Roter darf er es natürlich nicht zulassen, dass jemand schwarz zu seinem Fest fährt", so Vilimsky. Er wolle dem Kanzler dennoch ein kleines Geheimnis verraten: Es seien eher nicht finanzielle Gründe, welche die Mehrzahl der Kanzlergäste an der Verwendung öffentlicher Verkehrsmittel hindern: "Bei den Luxuskarossen, mit denen die geladene Prominenz unterwegs ist, kostet wohl jeder Kilometer fast so viel wie ein Fahrschein der Wiener Linien." Vielleicht habe der Bundeskanzler jedoch schon jedes Kostengefühl verloren, so Vilimsky: "Das wäre auch kein Wunder bei den Milliarden, die praktisch wöchentlich von der Regierung für Griechenland und Euro-Rettung verprasst werden."

Auch der Hinweis auf einen Mangel an Parkplätzen beim Veranstaltungsort gehe wohl ins Leere. "Dieses Problem wird so mancher Gast bei seinem Chauffeur zurücklassen", vermutet Vilimsky, der eine parlamentarische Anfrage über die Kosten des Kanzlerfestes und insbesondere über den Preis der Gratis-U-Bahn-Fahrten für Faymanns Promi-Gäste ankündigt.

Die Aktion wäre nur dann verständlich, so der FPÖ-Generalsekretär, wenn der Kanzler die Frau und den Mann von der Straße zu seinem Nobel-Dinner einladen würde. Die würden sich über Gratis-Öffis vermutlich freuen, sofern sie nicht ohnehin finanziell für die sündteuren Monats- und Jahreskarten der Wiener Linien bluten müssen. 

Nur: "Faymann kennt wohl zu wenige Normalverdiener, um mit ihnen das mondäne Gartenhotel zu füllen."
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Günther Kräuter, SPÖ - 21.05.2010 - 15:14:53
Der Wiener ÖVP-Klubobmann Tschirf blamiert sich mit seinen Aussagen zum Sommerfest von Bundeskanzler Werner Faymann. Der Veranstalter zahlt selbstverständlich für die Tickets der Gäste, die zum Sommerfest kommen. Mit den Wiener Linien gibt es seit Jahren Vereinbarungen, wonach die Einladung zur Veranstaltung auch als Fahrschein gilt. Ähnliche Übereinkünfte gibt es auch mit dutzenden Kongress-, Sport- und Konzertveranstaltern.

Günther Kräuter,
SPÖ-Bundesgeschäftsführer
Matthias Tschirf, ÖVP Wien - 21.05.2010 - 15:11:12

Sollte es den Tatsachen entsprechen, dass die Einladung zum Sommerfest von Bundeskanzler Faymann als Frei-Fahrschein für die Wiener Linien gilt und die Gäste Straßenbahn, Bus oder U-Bahn gratis benutzen dürfen, so wäre dies, so die Kosten dafür nicht vom Bundeskanzler, bzw. der SPÖ übernommen werden, eine Ungeheuerlichkeit. Das würde nichts anderes bedeuten, als dass Wiens Steuerzahlerinnen und Steuerzahler dieses elitäre Fest mitfinanzieren.

Die ÖVP Wien wird am Wege einer Anfrage an die zuständige Stadträtin Brauner Aufklärung darüber verlangen, wer die Fahrtkosten tatsächlich übernimmt. Sollte es sich um eine Begünstigung dieses SPÖ Festes durch die Wiener Linien handeln, so wird die SP-Finanzstadträtin als Letztverantwortliche für die Wiener Linien dafür gerade zu stehen und dafür zu sorgen haben, dass diese Kosten von der SPÖ-Parteikasse zu tragen sind. Aus Wiens Steuergeldkasse darf es jedenfalls auf keinen Fall fließen.

LAbg. Matthias Tschirf,
Klubobmann ÖVP Wien