
24.04.2012
| AK: Gaspreis nach wie vor viel zu hoch! | |
| Preissenkungen an Konsumenten weitergeben | |
Gas ist weiterhin zu teuer! Das zeigt das aktuelle AK Energie-Preismonitoring (ohne Steuern und Netzkosten) bei 14 Strom- und zwölf Gaslieferanten vom April. Der Gas-Großhandelspreis ist seit Jänner zwar gestiegen - die Preiserhöhungen für die Gas-Haushalte fallen aber weit höher aus. "Steigende Großhandelspreise werden sofort oder viel zu hoch weiterverrechnet, sinkende gar nicht oder unzureichend. Das ist unfair", sagt AK Energie-Experte Dominik Pezenka. "Im Jänner haben einige europäische Gas-Großabnehmer von ihrem Lieferanten, der Gazprom, einen kräftigen Rabatt erhalten. Österreichische Anbieter, die davon profitiert haben, müssen die Preisvorteile an die Konsumenten weitergeben, sagt Pezenka. Der Gas-Großhandelspreis ist in diesem Zeitraum zwar gestiegen - um 8,3 Prozent. "Die Preiserhöhungen wurden sofort und zum Teil überproportional überwälzt. Aber Preissenkungen werden gar nicht oder nur zögerlich weitergegeben", kritisiert Pezenka "Damit haben innerhalb eines Jahres alle untersuchten Gas-Anbieter, bis auf den neuen Anbieter Goldgas, ihre reinen Gasarbeitspreise erhöht." Auf einen durchschnittlichen Gas-Haushalt (15.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch) kommen pro Jahr Mehrkosten von bis zu 124 Euro zu. "Die Preispolitik geht massiv zulasten der Haushalte: Von den günstigen Einkaufspreisen an den Spotmärkten lukrieren die Industriekunden, die hohen, Ölpreis-gebundenen Gaspreise in den Langzeit-Verträgen werden auf die Konsumenten überwälzt", kritisiert Pezenka. | |
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