24.05.2013
Tierecke


03.07.2012
Anstieg der Tierversuche 2011 ist Armutszeugnis für Österreich
Kritik auch an unzureichendem Tierversuchsgesetz
Die vom Wissenschaftsministerium veröffentlichte Statistik zu den in Österreich 2011 durchgeführten Tierversuchen ist nach Ansicht von VIER PFOTEN ein Armutszeugnis für Österreichs Forschung. Die Zahlen zeigen einen Anstieg der Tierversuche um 2,2 Prozent im Vergleich mit 2010.

Laut Nikola Furtenbach, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN, hat es Österreich bislang verabsäumt, sich auf eine seit 2010 vorliegende EU-Richtlinie vorzubereiten. Diese sieht eine Reduktion der Tierversuche sowie die Förderung von alternativen Forschungsmethoden vor. "Mit 1. Jänner 2013 ist diese Richtlinie nationales Gesetz - Österreich scheint allerdings noch absolut nichts in dieser Richtung unternommen zu haben. Diese Chance wurde einfach nicht genutzt", kritisiert sie.

Wissenschaftsminister Töchterle erklärte zwar als Antwort auf eine parlamentarische Anfrage vom Mai 2012, es werde "auf die Einhaltung der Grundsätze geachtet, dass Tierversuche auf das unerlässliche Ausmaß zu beschränken und mit der im Verhältnis zum Versuchsziel geringstmöglichen Belastung und der kleinstmöglichen Anzahl von Versuchstieren durchzuführen sind" (Original-Zitat). Dennoch enthält der jetzt von ihm präsentierte Entwurf Tierversuchsgesetz keine einzige konkrete Maßnahme zur Reduktion von Tierversuchen.

Laut Nikola Furtenbach ist dies alarmierend: "Das zeigt schlicht, dass das oft unnötige Leid von Labortieren absolut keine Priorität für den Minister hat. Und das, obwohl es bereits wissenschaftlich anerkannte alternative Methoden gibt, um sogar aussagekräftigere Tests an Produkten durchzuführen. Tierversuche sind mittlerweile in den meisten Bereichen überholt und unnötig." Umso beschämender sei es, dass der für die Forschung zuständige Minister die Zeichen der Zeit nicht erkannt hätte, meint Furtenbach.

Überdies hat Minister Töchterle es verabsäumt, sich im Vorfeld des Gesetzesentwurfes mit Tierschutzorganisationen bzw. NGOs zu beratschlagen. Wichtige Erfahrungswerte und fachliche Vorschläge konnten dadurch nicht in den Gesetzesentwurf einfließen. Allerdings, so Nikola Furtenbach, ist es noch nicht zu spät: "Wir werden dem Minister unsere Stellungnahme bis August, dem Ende der Begutachtungsfrist, übermitteln. VIER PFOTEN bietet an, das Ministerium bei der Überarbeitung zu unterstützen, um gemeinsam ein konkretes Resultat im Interesse der Tiere zu erreichen. Es bleibt zu hoffen, dass der Bundesminister diese Chance nicht ungenutzt lässt."
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thomas kovacsics - 08.07.2012 - 16:27:49
in der heutigen zeit sind tierversuche absolut nicht mehr notwendig.die ärzte und wissentschaftler sollen das experimentieren eher an zellkulturen ausprobieren.keine einzigen tiere sollen jetzt und in der zukunft dafür geopfert werden
Antonietta - 04.07.2012 - 12:42:53
- Für Tierversuche müssen Tiere extremste Schmerzen und Qualen ohne Narkose ertragen
- Für viele Tierversuche werden Tiere qualgezüchtet oder absichtlich krank gemacht
- Tierversuche gefährden die Gesundheit des Menschens, da Ergebnisse nicht auf den Mensch übertragbar sind (auch Contergan wurde ausreichend an Tieren getestet!)
- Für Tierversuche werden Steuergelder in gigantischen Summen verschwendet
- Tierversuche behindern den medizinischen Fortschritt
- Jedes Jahr sterben allein in Deutschland über zwei Millionen Tiere im Tierversuch
- Es gibt ausreichende Alternativen zu Tierversuchen