
20.07.2012
| Mariahilfer Straße: 95.445-Stimmen Vassilakou völlig planlos | |
| Vassilakou geht es längst nicht mehr um Sachfragen, sondern nur noch darum, ein Prestigeprojekt zu verwirklichen - gegen Interessen der Anrainer | |
| Einmal Fußgängerzone, dann Teilfußgängerzone und dann wieder Shared-Space-Zone - die Ideen, die Vassilakou laufend für die beliebte Einkaufsstraße zum Besten gibt, kann man kaum noch überblicken. Nur eines ist der 95.445-Stimmen Verkehrsstadträtin immer wichtig: Noch im Jahr 2012 muss etwas geschehen - und auf jeden Fall unter Ausschluss der Bürger. "Im Rahmen des aufgeklärten Absolutismus Marke Vassilakou werden die Anrainer nur informiert, aber keinesfalls in die Entscheidung eingebunden. Sie hat schlicht Angst vor dem Volk", erklärt Wiens Landtagspräsident Johann Herzog. Herzog, FP, ist sich sicher, dass es der grünen Verkehrsstadträtin längst nicht mehr um Sachfragen geht: "Der massive Quer- und Zulieferverkehr macht eine durchgehende Fußgängerzone ebenso unmöglich wie die zahlreichen Hausgaragen. Zudem hat Vassilakou in ihren Planungen niemals die Auswirkungen auf die benachbarte Umgebung bedacht. Das zuletzt angedachte Stückwerk mit einer teilweisen Fußgängerzone ist nur Ausdruck der Konzeptlosigkeit, die bei ihr vorherrscht. Aber die Umgestaltung der Mariahilfer Straße ist für sie - auch ohne jede sachliche Begründung - ein Prestige-Projekt, das sie um jeden Preis durchboxen möchte. Die SPÖ nimmt sie dabei in Geiselhaft." Herzog ist weiterhin fest davon überzeugt, dass die Anrainer und Geschäftsleute primär an einer Verbesserung der Verkehrssituation der Fußgänger, einer besseren Gestaltung der U-Bahn-Zugänge, der Führung eines City-Busses und einer effektiveren Beleuchtung interessiert sind: "Deshalb fordere ich erneut, die betroffenen Bürger entscheiden zu lassen. Einen diesbezüglichen Antrag der FPÖ hat Vassilakou ja im Gemeinderat niederstimmen lassen. Aber auch ihr steht es frei, dazuzulernen." | |
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