
16.08.2012
| Naturfreunde: Darabos zerstört Breitensport | |
| Denken wäre angesagt! Wo machen denn die Spitzensportler ihre "ersten Gehversuche" - wenn nicht im Breitensport? | |
| Unsere österreichischen Sportler und Sportlerinnen zeigten bei den Olympischen Spielen tolle Leistungen, auch ohne Medaillen. Gewiss waren sie alle keine Olympiatouristen - unsere politischen Adabeis (Faymann, Darabos usw.) hingegen schon! Und die Sommerspiele sind in den Köpfen der Österreicher und Österreicherinnen längst abgehakt - sofern sie überhaupt deren Aufmerksamkeit und Interesse erregten ... Doch Sportminister Darabos überrascht täglich mit neuen skurrilen Ideen und Forderungen. So will er jetzt sogar die finanzielle Förderung für den Breitensport halbieren und um 40 Millionen Euro kürzen. Diese Mittel sollen einigen vermeintlichen olympischen Hoffnungsträgeren der Zukunft und ihren Verbände zu Gute kommen. Damit versetzt Darabos dem Breiten- und Gesundheitssport einen Dolchstoß. Die Vorschläge des Sportministers gefährden nicht nur die Basis unseres gesamten Sportsystems sondern auch hunderte Arbeitsplätze und missachten die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen und Verbänden. Die Absicht des Ministers, der für das gesamte Spektrum des Sports in Österreich zuständig ist, müssen schärfsten zurück gewiesen werden. Die Naturfreunde Österreich erinnern den Sportminister, dass er nicht nur für einige Spitzensportler zuständig ist, sondern vor allem für den Nachwuchs-, Gesundheits-, und Breitensport. In seiner Verantwortung liegt es, dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung zu tragen und einen möglichst breiten Zugang zum Sport zu ermöglichen und zu fördern. Diesen politischen Auftrag setzen viele tausende Sportvereine, wie die Naturfreunde, in unserem Land um. Die Naturfreunde Österreich lukrieren seit den 1950er Jahren über den Verband Alpiner Vereine Österreichs, so wie der Alpenverein und der Touristenklub Sporttotomittel (Besondere Sportförderungsmittel). Die Naturfreunde finanzieren damit die Ausbildung von Instruktoren, Trainern, Übungsleitern, sowie Kinder- und Jugendbetreuern in den Bereichen Wandern, Bergsteigen, Paddeln, Klettern, Sportklettern, Alpiner Skilauf, Mountainbiken etc. Sie bringen jährlich hunderttausende Menschen zum Sport und betreuen sie mit ihren hochqualifizierten ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die Naturfreunde errichteten und erhalten 100 Kletter- und Boulderhallen in ganz Österreich, die erfreulicherweise bei der Jugend boomen. Mit diesen Aktivitäten leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Volksgesundheit und zur sicheren Sport- und Freizeitgestaltung, die durch die Ideen des Sportministers ernsthaft in Gefahr geraten. Der Nachwuchs- und Aufbauarbeit der Naturfreunde ist es auch zu verdanken, dass z. B. Corinna Kuhnle zweifache Kanu-Weltmeisterin und Gerlinde Kaltenbrunner die beste Höhenbergsteigerin der Welt ist. Weiters erhalten die Naturfreunde mit den anderen alpinen Vereinen das größte Sportgerät Österreichs, nämlich 60.000 km Wanderwege und alpine Steige. Die Naturfreunde Österreich appellieren an den Sportminister, wieder die gesamtösterreichischen Sportinteressen und damit die Interessen der Bevölkerung zu vertreten und nicht weiter pharisäerhaft verpassten Medaillenchancen nach zu trauern, um seine eigenen Versäumnisse und Fehler zu kaschieren. | |
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