23.07.2014
Auto & Verkehr


29.04.2013
Rot-Grüne Tarifreform bei Öffis war Mogelpackung

Die Wiener Linien erhöhen mit 1. Juli zahlreiche Ticketpreise. Einzelfahrscheine kosten künftig 2,10 Euro statt derzeit zwei Euro. Die Wochenkarte kommt dann auf 15,80 (statt 15 Euro), die Monatskarte schlägt mit 47 (statt 45 Euro) zu Buche. Die Jahreskarte um 365 Euro - ein Prestigeprojekt der rot-grünen Stadtregierung - bleibt bis Mitte 2015 unangetastet - das behaupten die Grünen. Wenngleich die Wiener Linien das ganz anders sehen: "Anfang 2014 wird sie wahrscheinlich noch nicht teurer!" Abgesehen von den Preiserhöhungen schaffen die Wiener Linien mit Anfang Juli auch die Kurzstreckenfahrscheine ab.

Die Wiener Linien argumentieren die, bereits im Vorjahr mit Rot-Grün vereinbarte Preiserhöhung (wien-heute hat sie  bereits bei Einführung der "Billig-Jahreskarte" im Vorjahr für Mitte 2013 angekündigt!) mit betriebswirtschaftlichen Erfordernissen und verweisen auf steigende Personal- und Energiekosten. Außerdem werde das Angebot laufend ausgebaut - und das koste, so die Wiener Linien.

Die Grünen zeigen sich überrascht, reden aber die Tarifanpassungen der Wiener Linien, der sie im Vorjahr als "Preis" für die 365-Euro-Jahreskarte zugestimmt haben, erwartungsgemäß schön: "Wir können damit leben", sagt etwa Verkehrssprecher Rüdiger Maresch. Ihm sei vor allem wichtig gewesen, dass die Jahreskarte um 365 Euro bleibt. "Diese ist nun für die ganze Legislaturperiode (bis 2015, Anm. d. Red.) abgesichert", verspricht er. Die Wiener Linien dementieren allerdings eine derartige Zusage bzw. Vereinbarung vehement. Oder rechnet Maresch damit, dass die Legislativperiode in Wien bereits vor 2015 abläuft?

Naturgemäß etwas anders sieht die Rathaus-Opposition die Öffi-Preiserhöhung: "Die Öffi-Tarifreform entpuppt sich immer mehr als Mogelpackung, als abgekartetes Spiel. Man hat den Grünen damals ermöglicht, wenigstens ein Wahlversprechen teilweise zu verwirklichen und nicht gleich zu Beginn ihrer Koalition mit der SPÖ als Umfallerpartei dastehen zu müssen."

Der Umstieg auf die Öffis werde "mit der Verteuerung jedenfalls wieder einmal massiv erschwert", fürchtet die Opposition. 

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thomas kovacics - 02.05.2013 - 18:51:45
Wenn die Wiener Linien das Geld für den Ausbau nicht haben,dann muss man vorläufig die Bautätigkeit einstellen.Man kann nicht immer nur auf Pump leben,das gilt für jeden einzelnen Bürger wie auch für die Wiener Linien.Den Fahrschein könnte man sicherlich in drei Jahren erhöhen,aber sicherlich nicht wenn er schon voriges Jahr erhoht wurde.Danke lieber Bürgermeister für dieses nicht erwünschte Sommergeschenk,aber bitte schön was soll man von so einem Bürgermeister auch halten der in der Rudolfstiftung mit dem Personallift fährt statt mit dem Patientenlift.Daran koönnt Ihr Ihn erkennen.Null Interesse für seine Untertannen.
nini - 02.05.2013 - 15:12:05
wien ist super familien und kinderfreundlich, der kinderfahrschein mit mit 1.7. abgeschafft. jedes kind benötigt dann für eine fahrt einen fahrschein um 2,10 euro.

danke
Toni Mahdalik - 02.05.2013 - 12:47:25
Die neuen Öffi-Tarife sind für die Reichen & Schönen dieser Stadt gestaltet. Die fahren aber ohnehin nicht mit Bus, Bim und U-Bahn sondern mit Limousine und Chauffeur. Der Normalverbraucher wird mit der Preisschnalzerei von SPÖ und Grünen aber aus den Öffis vertrieben.
Nicht die Verbesserung des Modal Split ist das Ziel von SPÖ-Finanzstadträtin Brauner und Verkehrsstadträtin Vassilakou sondern ordinäre Einnahmenmaximierung.

LAbg. Toni Mahdalik
FPÖ-Verkehrssprecher
Roman Stiftner - 02.05.2013 - 12:41:34
Angesichts der heutigen Äußerungen der Wiener Linien, dass nunmehr "jährliche Anpassungen" vorgesehen sind, dürfen sich die Wienerinnen und Wiener wohl auf weitere Preiserhöhungen einstellen. Diese zusätzlichen Belastungen der Bürgerinnen und Bürger sind aber entschieden abzulehnen!

Es gibt keine Legitimation für diese Preiserhöhungen, da wesentliche Verbesserungen des öffentlichen Verkehrs weiter auf sich warten lassen. Stattdessen werden Sitzbänke aus der Straßenbahn entfernt, die Pünktlichkeit lässt oftmals zu wünschen übrig und Verzögerungen durch Gebrechen stehen an der Tagesordung.

Auch die Tatsache, dass Kurzstreckenfahrscheine nun abgeschafft werden sollen, ist kritisch zu hinterfragen, da diese unter anderem als Einstieg für mögliche Umsteiger dienten. Dem Kommentar der Wiener Linien ist auch zu entnehmen, dass das Prestigeprojekt der Wiener Grünen, die Verbilligung der Jahreskarte, nicht mehr sakrosankt sei. Wir sind schon gespannt, welche Ausreden den Grünen diesmal einfallen werden, um den nächsten Umfaller zu erklären!

Eine Verkehrspolitik, die nur darauf abzielt, den Kunden immer mehr aus der Geldbörse zu ziehen, und gleichzeitig nicht einmal gewillt ist, dringend notwendige Infrastrukturmaßnahmen im öffentlichen Verkehr durchzuführen, ist eine Zumutung und sofort abzustellen!

Gemeinderat Roman Stiftner
Verkehrssprecher der ÖVP Wien
Fluaridsduafa - 02.05.2013 - 08:50:02
Der Vassi und Ihren rot/grünen HaberInnen ins Stammbuch geschrieben: "Wer einmal lügt dem glaubt man (hoffentlich!!!!) nicht mehr"!