31.07.2014
21. Floridsdorf

22.06.2005
Leopoldau: Neue Busgarage der Wiener Linien
autobusgarage_spatenstich_votovaVizebürgermeister Sepp Rieder gab heute, Mittwoch, den Startschuss für den Bau der neuen Wiener Linien-Autobusgarage in Floridsdorf. Rieder nahm den Spatenstich gemeinsam mit Bezirksvorsteher Heinz Lehner und Wiener-Linien-Chef Günter Steinbauer vor. Errichtet wird die neue Großgarage auf dem nördlichen Areal des Gaswerkes Leopoldau...

Insgesamt werden Stellplätze für 180 umweltfreundliche flüssiggasbetriebene Wiener Linien-Busse samt Werkstätten, Waschanlage, Flüssiggastankstelle und Flüssiggastanklager geschaffen. In das Projekt investieren die Wiener Linien rund 50 Millionen Euro. Schon im Frühjahr 2007 wird die Garage eröffnet. Dann werden von hier aus 550 Buslenker und Buslenkerinnen im Schichtbetrieb mit ihren Bussen auf die Strecken vor allem in den beiden bevölkerungsreichen Bezirken Floridsdorf und Donaustadt geschickt. 140 weitere Mitarbeiter finden in den Werkstätten und 50 weitere in der Verwaltung ein neues berufliches Zuhause.

Ab 2007: Konzentration auf drei Wiener Linien- Garagenstandorte

"Der Neubau der Garage Leopoldau ist Teil des neuen Garagenkonzeptes bei den Wiener Linien, das eine Konzentration auf drei moderne und zentrale Busgaragen vorsieht. Dazu zählen neben der Garage Leopoldau, die jetzt neu gebaut wird, auch noch die bereits bestehende Garage bei der Spetterbrücke in Ottakring und die Rax-Garage im 10. Bezirk", erklärt Sepp Rieder.

Mit der Fertigstellung der Eröffnung der Garage Leopoldau im Jahr 2007 wird dann die in den 50er Jahren gebaute Busgarage in der Vorgartenstraße aufgelöst, da eine Adaptierung dieser rund mehr als 50 Jahre alten Garage in dem mittlerweile äußerst dicht besiedelten Gebiet mangels Erweiterungsflächen nicht mehr möglich ist. Geschlossen wird auch die relativ kleine Busgarage in Grinzing, deren Busse und Mitarbeiter in die Garagen Spetterbrücke und Leopoldau übersiedeln werden.

autobusgarage_spatenstich_votova1"Ab 2007 verfügen die Wiener Linien dann somit über drei Garagen mit insgesamt rund 500 Stellplätzen, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden. Das Konzept der drei zentralen Garagen verbessert für die Mitarbeiter der Wiener Linien die Arbeitsbedingungen und die Wiener Linien profitieren von der höheren Wirtschaftlichkeit. Pro Jahr werden durch die Realisierung des neuen Garagenkonzeptes rund 1,8 Millionen Euro eingespart", so Rieder weiter. 

Busgarage mit 20.000 Quadratmeter Nutzfläche

Die neue Garage in Floridsdorf besteht aus drei zentralen Gebäudekomplexen mit einer Nutzfläche von 20.000 m2. Im Hauptgebäude befinden sich Abstellhalle, Servicehalle, Nebenräume und Räume für den Verwaltungsbereich. Im zweiten Gebäude ist die Energieversorgung untergebracht. Außerdem wird eine Flüssiggastankstelle mit angegliedertem Flüssiggaslager errichtet, natürlich in den erforderlichen Sicherheitsabständen zueinander.

Ein technisches Meisterstück ist die Dachkonstruktion der Abstellhalle. Sie ist aus Stahl gefertigt und in fünf Schiffe untergliedert. Die Halle wird vom Licht durchflutet. Dafür sorgen zwei nach außen hin offene Hallenseiten, und große Dachfenster lassen das Tageslicht von oben ein. Die Werkstatt-Halle besteht aus vier Bereichen: Der Einfahrtshalle mit anschließender Waschstraße im Westen, einem überwiegend zweigeschossigen Lager und Werkstattbereich und der eigentlichen Reparaturhalle. Die Belichtung erfolgt auch hier über Dachfenster und zusätzlich durch eine verglaste Ostfassade.

Im Norden werden die beiden Hallen über den Verwaltungsbereich miteinander verbunden, der sich wie ein Rückgrat über die dazwischen liegende Durchfahrt spannt. Im Erdgeschoss entstehen hier Büros und im Obergeschoss werden Garderoben, Schulungs- und Aufenthaltsräume untergebracht.

(Fotos: Votova)
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