22.08.2014
Auto & Verkehr


02.07.2005
Autofahrer empört: Treibstoffe noch immer viel zu teuer!
Rohöl am tiefsten Niveau seit zwei Wochen - Spotmarkt gab ebenfalls nach
tankenWährend international die Öl- und Treibstoffnotierungen sinken, bewegen sich die Zapfsäulenpreise in Österreich weiterhin auf Rekordniveau. "Eine sofortige Senkung der Spritpreise ist gerechtfertigt, aber noch vor Anrollen der Ferienreisewelle", fordert ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar. "Jetzt soll die Mineralölwirtschaft beweisen, dass es - nach den vielen Erhöhungen der letzen Tage - auch einen Wettbewerb nach unten gibt".

Der für Österreich relevante Preis für die Rohölsorte Brent notierte am Donnerstag mit 55,44 Dollar und erreichte damit das tiefste Niveau seit zwei Wochen. Ebenso rückläufig waren die Preise für Diesel und Eurosuper am Spotmarkt in Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen. Diesel notierte am Donnerstag mit 558 Dollar pro Tonne und notierte damit ebenfalls auf dem niedrigsten Niveau seit einer Woche.

Von den Verbilligungen an den internationalen Märken bekamen Österreichs Autofahrer bis Freitag freilich nichts zu spüren, kritisiert der ARBÖ. An den heimischen Zapfsäulen kostete Eurosuper selbst an den günstigsten Tankstellen durchschnittlich 1,056 Euro pro Liter. Auch Diesel blieb mit durchschnittlichen 0,971 Euro pro Liter auf Rekordniveau.

Allein durch die Treibstoffpreiserhöhungen seit Anfang 2004, fiel dem Finanzminister über die Mehrwertsteuer ein zusätzliches Körberlgeld von 249 Millionen Euro in den Schoß. Damit wäre es locker möglich, eine Erhöhung des Kilometergeldes um sechs Cent auf 42 Cent, wie sie der ARBÖ seit langen aus berechtigten Gründen fordert, zu finanzieren. Die Erhöhung des Kilometergeldes würde kein zusätzliches Loch ins Budget reißen. Dr. Hellar: "Dieses Körberlgeld kam ja überraschend und konnte bei der seinerzeitigen Erstellung des Budgets weder vorhergesehen noch einkalkuliert werden."

(Foto: Archiv / o2o)
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