Hofburg Wien erleben – Eintritt, Sisi Museum – Sehenswürdigkeit

Die Hofburg Wien zählt zu den größten Palastkomplexen der Welt. Sie erstreckt sich vom Michaelerplatz bis zum MuseumsQuartier und vom Ballhausplatz bis zur Albertina. Besucher können hier in die faszinierende Welt der Habsburger eintauchen und jahrhundertealte Geschichte hautnah erleben.

Die ehemalige Kaiserresidenz begeistert mit prächtigen Museen, historischen Sälen und dem berühmten Sisi Museum. Heute dient die Hofburg Wien als Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten und beherbergt zahlreiche kulturelle Schätze.

Von der mittelalterlichen Burg zum Palastkomplex

Die Geschichte der Hofburg Wien beginnt in den 1230er Jahren mit einer einfachen Kastellburg. Sie war die erste befestigte Burganlage dieser Art nördlich der Alpen. Im Laufe der Jahrhunderte bauten die Habsburger die ursprüngliche Burg zu einem beeindruckenden Palastkomplex aus.

Jeder Herrscher fügte neue Gebäudeteile hinzu und prägte die Kaiserresidenz mit seinem eigenen Stil. So entstand ein einzigartiges Ensemble aus verschiedenen Epochen und Baustilen.

Bedeutung als politisches und kulturelles Zentrum

Die Hofburg Wien war über 600 Jahre lang das Machtzentrum der Habsburger. Von hier aus regierten sie ein riesiges Reich. Kaiser und Kaiserinnen empfingen Staatsgäste, hielten Audienzen ab und trafen wichtige politische Entscheidungen.

Gleichzeitig entwickelte sich die Kaiserresidenz zu einem kulturellen Mittelpunkt Europas. Komponisten, Künstler und Gelehrte fanden hier Förderung und Inspiration. Diese Tradition lebt bis heute in den Museen, der Nationalbibliothek und der Spanischen Hofreitschule weiter.

Geschichte

Die Hofburg blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Was einst als mittelalterliche Festung begann, entwickelte sich zu einem prachtvollen Palastkomplex. Die ersten Spuren der Anlage reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Über die Jahrhunderte wuchs die Hofburg stetig und wurde Zeuge bedeutender historischer Ereignisse wie dem Wiener Kongress.

Die Babenberger und die Gründung der Kastellburg

Die Ursprünge der Hofburg liegen im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts. Als mögliche Gründer gelten die Babenberger Herzöge Leopold VI. oder Friedrich II. der Streitbare. Die kastellförmige Burg bildete einen wichtigen Teil der Wiener Stadtbefestigung. König Rudolf I. von Habsburg stellte am 14. Februar 1279 die älteste erhaltene Urkunde der Hofburg aus.

Ausbau unter den Habsburgern

Mit der Übernahme durch die Habsburger begann eine neue Ära. Die Herrscher erweiterten die Anlage kontinuierlich. Neue Trakte entstanden, darunter die Burgkapelle und später die prachtvollen Kaiserappartements. Jeder Herrscher hinterließ seine architektonischen Spuren.

Von Kaiser Friedrich III. bis zur Gegenwart

Kaiser Friedrich III. legte den Grundstein für viele Erweiterungen. Die folgenden Jahrhunderte brachten bedeutende Veränderungen:

Zeitraum Wichtige Ereignisse Bauliche Veränderungen
15. Jahrhundert Residenz Kaiser Friedrichs III. Erste große Erweiterungen
16.-17. Jahrhundert Blütezeit unter den Habsburgern Neue Trakte und Burgkapelle
18.-19. Jahrhundert Maria Theresia, Wiener Kongress 1814/15 Kaiserappartements ausgebaut
20.-21. Jahrhundert Ende der Monarchie, Sitz des Bundespräsidenten Museen und Restaurierungen

Architektonische Meisterwerke entdecken

Die Wiener Hofburg beeindruckt mit ihrer vielfältigen Architektur aus verschiedenen Epochen. Jeder Gebäudeteil erzählt seine eigene Geschichte und zeigt die kunstvolle Handwerkskunst vergangener Jahrhunderte. Ein Rundgang durch die verschiedenen Trakte gleicht einer Zeitreise durch die österreichische Baukunst.

Der historische Schweizerhof

Der Schweizerhof ist der älteste Teil der Hofburg. In seinen Mauern finden sich noch Reste der mittelalterlichen Kastellburg. Das prachtvolle Schweizertor entstand 1552-1553 und diente als repräsentativer Eingang. Der Name erinnert an die Schweizergarde, die hier einst Wache hielt. Besucher können die massiven Steinmauern und die Renaissance-Architektur bewundern.

Die prächtige Hofbibliothek mit Prunksaal

Die Hofbibliothek gilt als eine der schönsten Bibliotheken der Welt. Johann Bernhard Fischer von Erlach entwarf das Gebäude zwischen 1722 und 1726. Der Prunksaal der österreichische nationalbibliothek erstreckt sich über 77 Meter Länge. Daniel Gran schuf 1730 das beeindruckende Kuppelfresko. Über 200.000 Bücher in edlen Holzregalen schaffen eine einzigartige Atmosphäre.

Der Michaelertrakt und seine Kuppel

Joseph Emanuel Johann Fischer von Erlach plante den Michaelertrakt mit seiner markanten Kuppel. Die Winterreitschule entstand zwischen 1729 und 1735. Der Gebäudeteil verbindet verschiedene Teile der Hofburg. Von hier aus erreichen Gäste das sisi museum und weitere Sehenswürdigkeiten. Die barocke Fassade und die grüne Kuppel prägen das Stadtbild Wiens.

Das faszinierende Sisi Museum

Im Herzen der Hofburg Wien erwartet Besucher eine einzigartige Sammlung persönlicher Gegenstände von Kaiserin Elisabeth. Das Sisi Museum zeigt mehr als 300 Objekte aus dem Leben der legendären Monarchin. Besucher entdecken hier die wahre Person hinter dem Mythos der schönen Kaiserin.

Die Ausstellung erstreckt sich über sechs Räume in der ehemaligen Kaiserwohnung. Originale Kleidungsstücke, Schmuck und persönliche Briefe erzählen die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau. Ein besonderes Highlight ist die Rekonstruktion des Salonwagens, in dem Elisabeth durch Europa reiste.

Das Museum präsentiert die verschiedenen Lebensphasen der Kaiserin chronologisch. Von ihrer unbeschwerten Kindheit in Bayern bis zu ihrem tragischen Tod in Genf 1898 wird jede Station beleuchtet. Die Habsburger Dynastie wird durch Elisabeths Perspektive lebendig.

Moderne Inszenierungen schaffen eine emotionale Verbindung zur Vergangenheit. Besucher erfahren von Elisabeths Schönheitskult, ihrer Reiseleidenschaft und ihren Gedichten. Die originalgetreu nachgebildete Turnstange zeigt ihre täglichen Fitnessübungen. Persönliche Gegenstände wie ihre Reiseapotheke und Schreibutensilien vermitteln intime Einblicke.

Ein Audioguide in verschiedenen Sprachen begleitet durch die Ausstellung. Der Rundgang dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Das Sisi Museum bildet gemeinsam mit den Kaiserappartements und der Silberkammer einen faszinierenden Einblick in das Leben am kaiserlichen Hof der Hofburg Wien.

Die kaiserlichen Kaiserappartements besichtigen

Die Kaiserappartements in der Hofburg Wien bieten einen einzigartigen Blick in das Leben der Habsburger Monarchie. Diese prachtvollen Räume zeigen, wie Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth (Sisi) im 19. Jahrhundert lebten und arbeiteten. Die originale Ausstattung macht den Besuch zu einer Zeitreise in die kaiserliche Vergangenheit.

Die Privatgemächer von Franz Joseph I.

Kaiser Franz Joseph I. bewohnte seine Räume in der Kaiserresidenz von 1857 bis zu seinem Tod 1916. Seine Appartements spiegeln seine bescheidene Lebensweise wider. Das Arbeitszimmer zeigt noch heute den Schreibtisch, an dem der Kaiser täglich um 4 Uhr morgens mit seiner Arbeit begann. Das spartanische Schlafzimmer mit dem einfachen Eisenbett verdeutlicht seinen militärischen Lebensstil.

Elisabeth von Österreich-Ungarns Räumlichkeiten

Die Räume der Kaiserin Elisabeth befinden sich im Amalienburg-Trakt der Hofburg Wien. Ihr Schlafzimmer und die Turnzimmer zeigen ihre Vorliebe für Sport und Schönheitspflege. Das berühmte Turn- und Toilettezimmer enthält noch die originalen Sportgeräte, die Sisi für ihre täglichen Übungen nutzte.

Originale Einrichtung und persönliche Gegenstände

Die Kaiserappartements bewahren zahlreiche persönliche Gegenstände der kaiserlichen Familie. Besucher können folgende Highlights entdecken:

  • Sisis Reiseschreibgarnitur aus Silber
  • Franz Josephs Uniformen und Orden
  • Familienporträts der Habsburger
  • Die kaiserliche Tafel mit Originalgeschirr
Raum Besonderheiten Originalgegenstände
Audienzzimmer Empfang von Besuchern Thronsessel, Gemälde
Konferenzzimmer Ministerratssitzungen Konferenztisch, Kronleuchter
Speisesaal Kaiserliche Mahlzeiten Porzellan, Silberbesteck

Die weltberühmte Spanische Hofreitschule

Im Herzen der Hofburg Wien befindet sich ein einzigartiges Juwel der Reitkunst. Die Spanische Hofreitschule gilt als älteste Reitinstitution der Welt und bewahrt seit über 450 Jahren die klassische Reitkunst der Renaissance. Ihre Heimat ist die prachtvolle Winterreitschule, die zwischen 1729 und 1735 erbaut wurde.

Die berühmten Lipizzaner sind die Stars jeder Vorführung. Diese edlen weißen Pferde zeigen in der barocken Reithalle Figuren der Hohen Schule. Levaden, Courbetten und Kapriolen gehören zu den spektakulären Sprüngen, die Besucher aus aller Welt begeistern. Die Tradition reicht zurück bis zu den Habsburgern, die diese Kunst an ihrem Hof pflegten.

Besucher können verschiedene Vorstellungen erleben:

Veranstaltung Dauer Preis ab
Galavorführung 80 Minuten 31 Euro
Morgenarbeit 60 Minuten 16 Euro
Führung mit Training 55 Minuten 19 Euro

Die Ausbildung der Bereiter dauert mindestens zwölf Jahre. Nur wenige schaffen es bis zum Oberbereiter. Diese lange Tradition macht die Spanische Hofreitschule zu einem lebendigen Kulturerbe in der Hofburg Wien.

Die kaiserliche Schatzkammer und ihre Schätze

Die Schatzkammer in der Hofburg Wien beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen königlicher Insignien weltweit. Seit dem 16. Jahrhundert bewahrt sie unschätzbare Kostbarkeiten der Habsburger auf. Die Sammlung umfasst Krönungsinsignien, Juwelen und sakrale Kunstwerke aus über tausend Jahren europäischer Geschichte.

Die österreichischen Reichskleinodien

Die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches bildet das Herzstück der Schatzkammer. Diese achteckige Goldkrone stammt aus dem 10. Jahrhundert. Zu den Reichskleinodien gehören das Reichskreuz, der Reichsapfel und das Krönungsschwert. Jedes Stück erzählt von der Macht der Habsburger und ihrer jahrhundertelangen Herrschaft.

Der Burgunderschatz

Der Burgunderschatz zeigt den Reichtum des Ordens vom Goldenen Vlies. Prachtvolle Gewänder, Pokale und Zeremonialgeräte aus dem 15. Jahrhundert beeindrucken Besucher. Die kunstvollen Goldschmiedearbeiten stammen aus der Zeit Herzog Karls des Kühnen von Burgund.

Sakrale Kunstwerke und Reliquien

Die Schatzkammer der Hofburg Wien bewahrt kostbare Reliquiare und liturgische Geräte. Besonders beeindruckend sind die Achatschale aus dem 4. Jahrhundert und das Stephansreliquiar. Diese heiligen Gegenstände dienten den Habsburgern bei religiösen Zeremonien. Die Sammlung zeigt die enge Verbindung zwischen weltlicher Macht und kirchlicher Autorität im Kaiserhaus.

Die Österreichische Nationalbibliothek erkunden

Die österreichische nationalbibliothek in der hofburg wien gilt als eine der prächtigsten Bibliotheken der Welt. Der beeindruckende Bau entstand zwischen 1722 und 1726 auf den Fundamenten einer ehemaligen Reitschule am Rosstummelplatz. Johann Bernhard Fischer von Erlach entwarf die monumentalen Pläne für dieses architektonische Juwel der kaiserresidenz.

Nach Fischer von Erlachs Tod im Jahr 1723 übernahm sein Sohn Joseph Emanuel die Fertigstellung des Projekts. Das Herzstück bildet der atemberaubende Prunksaal mit seiner 29,2 Meter hohen Kuppel. Daniel Gran schuf 1730 das spektakuläre Deckenfresko, das Kaiser Karl VI. als Förderer der Künste und Wissenschaften zeigt.

Die österreichische nationalbibliothek beherbergt über 200.000 kostbare Bücher aus vier Jahrhunderten. Besucher können die originalen Lederbände in den prächtigen Nussbaumregalen bewundern. Die Sammlung umfasst bedeutende Werke der Weltliteratur und seltene Handschriften.

Besucherinformation Details
Eintrittspreis 8 Euro (Erwachsene)
Öffnungszeiten Dienstag – Sonntag: 10:00 – 18:00 Uhr
Donnerstag 10:00 – 21:00 Uhr
Führungen Täglich um 11:00 und 15:00 Uhr

Ein Besuch der hofburg wien wäre ohne die Besichtigung dieser einzigartigen Bibliothek unvollständig. Die kaiserresidenz beherbergt mit der österreichischen nationalbibliothek ein kulturelles Erbe von unschätzbarem Wert.

Die Burgkapelle und musikalische Tradition

Die Burgkapelle im Herzen der Hofburg zählt zu den ältesten sakralen Räumen Wiens. Albrecht I. begann 1287 mit dem Bau dieser beeindruckenden Kapelle. Die heutige Form verdankt sie Albrecht V., der sie zwischen 1404 und 1439 neu errichten ließ. Die Weihe erfolgte 1425. Ein besonderes Juwel ist das Madonnenbild aus der Zeit um 1400. Es schmückt die Burgkapelle seit Jahrhunderten und gilt als ältestes erhaltenes Ausstattungsstück der gesamten Hofburg.

Die musikalische Tradition der Habsburger prägt die Burgkapelle bis heute. Während des Wiener Kongresses 1814/15 fanden hier bedeutende Gottesdienste statt. Die Kapelle diente den Herrschern als spiritueller Rückzugsort und zeremonieller Rahmen für wichtige Anlässe.

Die Wiener Sängerknaben

Seit 1498 erklingt in der Burgkapelle der weltberühmte Knabenchor. Kaiser Maximilian I. gründete die Hofmusikkapelle und legte damit den Grundstein für eine einzigartige Tradition. Die Wiener Sängerknaben singen jeden Sonntag um 9:15 Uhr in der Messe. Ihr Repertoire umfasst geistliche Werke von Mozart, Schubert und Bruckner. Die jungen Sänger tragen ihre charakteristischen Matrosenanzüge und verzaubern Besucher aus aller Welt.

Sonntagsmessen mit historischem Flair

Die Sonntagsmessen in der Burgkapelle bieten ein authentisches Erlebnis kaiserlicher Tradition. Die Wiener Philharmoniker und Mitglieder der Staatsoper gestalten gemeinsam mit den Sängerknaben diese besonderen Gottesdienste. Karten sind sehr begehrt und sollten rechtzeitig reserviert werden. Die Atmosphäre verbindet spirituelle Andacht mit der Pracht vergangener Jahrhunderte.

Messezeiten Mitwirkende Kartenpreise
Sonntag 9:15 Uhr Wiener Sängerknaben 5-35 Euro
September bis Juni Wiener Philharmoniker Stehplätze kostenlos
Feiertage variabel Staatsopernchor Online-Reservierung empfohlen

Der Wiener Kongress und historische Ereignisse

Die Hofburg Wien war Schauplatz vieler bedeutender Ereignisse in der europäischen Geschichte. Als Machtzentrum der Habsburger erlebte der Palast Kriege, diplomatische Treffen und politische Umwälzungen, die den Kontinent prägten.

Der berühmteste diplomatische Triumph fand zwischen September 1814 und Juni 1815 statt. Der Wiener Kongress versammelte Europas mächtigste Herrscher in der Hofburg Wien. Fürst Metternich leitete die Verhandlungen, bei denen die politische Landkarte Europas nach Napoleons Niederlage neu gezeichnet wurde. Die prächtigen Säle des Palastes boten den perfekten Rahmen für Bälle und Empfänge zwischen den Verhandlungen.

Die Hofburg überstand zwei große osmanische Angriffe. 1529 belagerte Sultan Süleyman I. Wien und beschädigte Teile der Burg. Bei der zweiten Belagerung 1683 erlitt besonders der Leopoldinische Trakt schwere Schäden durch türkische Kanonen. Die erfolgreiche Verteidigung unter den Habsburgern stärkte ihre Position als Beschützer des christlichen Europas.

Wichtige historische Momente in der Hofburg:

  • 1806: Kaiser Franz II. legte die Krone des Heiligen Römischen Reiches nieder
  • 1848: Kaiser Ferdinand I. dankte während der Revolution ab
  • 1918: Kaiser Karl I. verzichtete auf die Regierungsgeschäfte
  • 1938: Adolf Hitler verkündete den „Anschluss“ Österreichs vom Heldenplatz

Heute erinnern die prächtigen Räume an die Zeit, als die Habsburger von hier aus ein Weltreich regierten. Der Wiener Kongress bleibt als diplomatisches Meisterwerk in Erinnerung, das Europa für Jahrzehnte Frieden brachte.

Praktische Informationen für Ihren Besuch

Die Planung eines Besuchs der Hofburg Wien wird durch praktische Informationen erleichtert. Der riesige Palastkomplex beherbergt mehrere Museen und Sammlungen. Jede Attraktion hat eigene Regelungen für Einlass und Preise.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die meisten Bereiche der Hofburg Wien öffnen täglich von 9:00 bis 17:30 Uhr. Das Sisi Museum schließt im Juli und August erst um 18:00 Uhr. Die Schatzkammer empfängt Besucher von Mittwoch bis Montag. Dienstags bleibt sie geschlossen.

Attraktion Erwachsene Kinder (6-18)
Sisi Museum mit Kaiserappartements 17,50 € 11,00 €
Schatzkammer 14,00 € Gratis
Spanische Hofreitschule 16,00 € 8,50 €

Kombitickets und Führungen

Sparen lässt sich mit Kombitickets. Das „Sisi Ticket“ vereint drei kaiserliche Standorte für 44 Euro. Audioguides sind im Eintrittspreis enthalten. Sie werden in 13 Sprachen angeboten. Gruppenführungen müssen vorab gebucht werden.

Barrierefreiheit und Service

Die Hofburg Wien bemüht sich um Barrierefreiheit. Aufzüge ermöglichen den Zugang zu den wichtigsten Ausstellungsräumen. Das Sisi Museum ist rollstuhlgerecht gestaltet. Die Schatzkammer verfügt über einen Lift. Kostenlose Rollstühle können an der Kasse ausgeliehen werden. Garderobe und Schließfächer stehen zur Verfügung.

Veranstaltungen und Sonderausstellungen

Die Hofburg Wien verwandelt sich das ganze Jahr über in eine lebendige Kulturbühne. Die prächtigen Redoutensäle beherbergen regelmäßig besondere Events und Ausstellungen. Diese historischen Festsäle entstanden zwischen 1629 und 1631 und dienten schon damals als Schauplatz glanzvoller Veranstaltungen.

Kaiser Ferdinand III. erkannte das Potenzial dieser Räume früh. Er beauftragte 1651 Giovanni Burnacini den Älteren mit dem Einbau eines Theaters im großen Festsaal. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1699 wurde Francesco Galli-Bibiena mit der Wiederherstellung betraut. Seine Arbeit prägt die Säle bis heute.

Veranstaltungsort Art der Events Häufigkeit
Redoutensäle Bälle, Konzerte Monatlich
Spanische Hofreitschule Galaabende, Sondervorführungen Wöchentlich
Österreichische Nationalbibliothek Lesungen, Ausstellungen Mehrmals monatlich

Besucher können sich auf wechselnde Sonderausstellungen freuen. Die Österreichische Nationalbibliothek präsentiert regelmäßig Schätze aus ihren Sammlungen. Die Spanische Hofreitschule bietet neben den regulären Vorführungen spezielle Galaabende an. Diese Events vereinen jahrhundertealte Tradition mit modernem Kulturgenuss im einzigartigen Ambiente der Hofburg Wien.

Die Hofburg als Sitz des Bundespräsidenten

Die hofburg wien erfüllt heute eine doppelte Rolle. Sie dient nicht nur als historisches Museum, sondern beherbergt auch das Amt des österreichischen Bundespräsidenten. Diese einzigartige Kombination macht die ehemalige kaiserresidenz zu einem lebendigen Symbol der österreichischen Demokratie.

Moderne politische Funktion

Seit 1946 nutzt der Bundespräsident Teile der hofburg wien als Amtssitz. Die Büros befinden sich im Leopoldinischen Trakt, wo einst die habsburger residierten. Der Bundespräsident empfängt hier Staatsgäste und unterzeichnet Gesetze. Die historischen Räume verleihen den offiziellen Anlässen eine besondere Würde.

Zugängliche und nicht-zugängliche Bereiche

Die kaiserresidenz teilt sich heute in öffentliche und private Bereiche auf:

Bereich Zugänglichkeit Nutzung
Leopoldinischer Trakt Teilweise zugänglich Amtssitz des Bundespräsidenten
Reichskanzleitrakt Nicht zugänglich Büros und Konferenzräume
Amalienburg Eingeschränkt zugänglich Repräsentationsräume
Michaelertrakt Öffentlich zugänglich Museen und Ausstellungen

Besucher können die meisten historischen Bereiche der ehemaligen habsburger Residenz erkunden. Die Sicherheitsvorkehrungen gewährleisten den reibungslosen Ablauf der Regierungsgeschäfte. Führungen bieten Einblicke in die Verbindung von Geschichte und Gegenwart.

Tipps für die perfekte Besichtigung

Ein Besuch der Hofburg Wien erfordert gute Planung. Der riesige Palastkomplex beherbergt zahlreiche Attraktionen. Mit den richtigen Tipps wird die Erkundung der Kaiserappartements und des Sisi Museum zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Beste Besuchszeiten

Die Hofburg Wien ist vormittags zwischen 9 und 11 Uhr am ruhigsten. Wochentags sind weniger Besucher unterwegs als am Wochenende. Die Sommermonate Juli und August sind besonders voll. Im Frühling und Herbst genießen Gäste angenehmere Temperaturen und kürzere Warteschlangen.

Empfohlene Routen durch den Palastkomplex

Starten Sie am Michaelerplatz und besichtigen Sie zuerst die Kaiserappartements. Das Sisi Museum schließt sich direkt an. Planen Sie mindestens drei Stunden für beide Attraktionen ein. Die Route führt durch 24 prächtige Räume. Audioguides in mehreren Sprachen begleiten Sie dabei.

  • Route 1: Kaiserappartements → Sisi Museum → Silberkammer (3-4 Stunden)
  • Route 2: Spanische Hofreitschule → Schatzkammer → Nationalbibliothek (4-5 Stunden)
  • Route 3: Komplettbesichtigung aller zugänglichen Bereiche (ganzer Tag)

Fotografieren und Souvenirs

In den Kaiserappartements und im Sisi Museum ist Fotografieren ohne Blitz erlaubt. Die Museumsshops bieten hochwertige Andenken. Beliebte Souvenirs sind Replikate kaiserlicher Schmuckstücke und Bücher über Kaiserin Elisabeth. Die Shops befinden sich jeweils am Ausgang der Museen.

Fazit

Die Hofburg Wien verkörpert über 700 Jahre österreichische Geschichte in einem einzigen Gebäudekomplex. Von einer bescheidenen Burg im 13. Jahrhundert entwickelte sie sich zur prächtigen Kaiserresidenz der Habsburger. Heute vereint sie politische Bedeutung mit kulturellem Reichtum und zieht Besucher aus aller Welt an.

Der Palast bietet eine beeindruckende Vielfalt an Sehenswürdigkeiten. Das Sisi Museum gewährt Einblicke in das Leben der legendären Kaiserin Elisabeth. Die Spanische Hofreitschule bewahrt eine jahrhundertealte Reittradition. Die Österreichische Nationalbibliothek beherbergt unschätzbare Bücherschätze. Jeder Winkel der Hofburg Wien erzählt seine eigene Geschichte.

Ein Besuch der ehemaligen Kaiserresidenz lohnt sich für jeden Geschichts- und Kulturinteressierten. Die verschiedenen Museen, Sammlungen und historischen Räume bieten genug Stoff für mehrere Tage. Die Hofburg bleibt ein lebendiges Denkmal, das die Pracht der Habsburger mit der modernen Rolle als Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten verbindet.

FAQ

Was kostet der Eintritt in die Hofburg Wien?

Die Eintrittspreise variieren je nach besuchten Bereichen. Einzeltickets für das Sisi Museum mit Kaiserappartements kosten für Erwachsene etwa 17,50 Euro. Es gibt auch verschiedene Kombitickets, die mehrere Attraktionen wie die Schatzkammer und die Spanische Hofreitschule einschließen. Ermäßigungen gelten für Studenten, Senioren und Kinder.

Welche Öffnungszeiten hat die Hofburg?

Die verschiedenen Museen und Bereiche der Hofburg haben unterschiedliche Öffnungszeiten. Die Kaiserappartements und das Sisi Museum sind täglich von 9:00 bis 17:30 Uhr geöffnet (Juli/August bis 18:00 Uhr). Die Österreichische Nationalbibliothek hat dienstags bis sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, donnerstags bis 21:00 Uhr.

Wie lange sollte man für einen Besuch der Hofburg einplanen?

Für einen umfassenden Besuch der wichtigsten Bereiche sollten Sie mindestens 3-4 Stunden einplanen. Wenn Sie alle Museen wie das Sisi Museum, die Kaiserappartements, die Schatzkammer und die Österreichische Nationalbibliothek besichtigen möchten, empfiehlt sich ein ganzer Tag. Die Spanische Hofreitschule mit einer Vorführung benötigt zusätzlich etwa 2 Stunden.

Ist die Hofburg barrierefrei zugänglich?

Die meisten Bereiche der Hofburg sind barrierefrei gestaltet. Rollstuhlfahrer können die Kaiserappartements, das Sisi Museum und die meisten anderen Museen über Aufzüge erreichen. Bei der Spanischen Hofreitschule gibt es spezielle Plätze für Rollstuhlfahrer. Es empfiehlt sich, vorab Kontakt aufzunehmen, um die beste Route zu planen.

Kann man die Hofburg besichtigen, obwohl sie Sitz des Bundespräsidenten ist?

Ja, große Teile der Hofburg sind für Besucher zugänglich, obwohl sie als Kaiserresidenz heute den österreichischen Bundespräsidenten beherbergt. Die Arbeitsräume des Bundespräsidenten bleiben aus Sicherheitsgründen geschlossen, aber die historischen Bereiche, Museen und die Burgkapelle können besichtigt werden.

Welche Highlights sollte man in der Hofburg nicht verpassen?

Zu den absoluten Highlights gehören das Sisi Museum mit persönlichen Gegenständen der Kaiserin Elisabeth, die prachtvollen Kaiserappartements, die weltberühmte Spanische Hofreitschule mit ihren Lipizzanern, die Schatzkammer mit den Reichskleinodien und der beeindruckende Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek.

Wann finden die Vorführungen der Spanischen Hofreitschule statt?

Die Spanische Hofreitschule bietet verschiedene Vorführungen an. Die Morgenarbeit findet dienstags bis freitags von 10:00 bis 12:00 Uhr statt. Galavorführungen gibt es hauptsächlich an Wochenenden. Der genaue Spielplan variiert saisonal und sollte vorab auf der offiziellen Website überprüft werden.

Gibt es Führungen durch die Hofburg?

Ja, es werden verschiedene Führungen in mehreren Sprachen angeboten. Audio-Guides sind in den Kaiserappartements und im Sisi Museum im Eintrittspreis enthalten. Spezielle thematische Führungen behandeln Themen wie die Habsburger Geschichte, den Wiener Kongress oder die Architektur der verschiedenen Epochen.

Kann man in der Burgkapelle eine Messe besuchen?

Ja, in der Burgkapelle finden sonntags um 9:15 Uhr Messen statt, bei denen die berühmten Wiener Sängerknaben auftreten (September bis Juni). Der Eintritt ist frei, aber man sollte früh erscheinen, da die Plätze begrenzt sind. Die Kapelle wurde bereits 1425 geweiht und bewahrt ihre historische Atmosphäre.

Darf man in der Hofburg fotografieren?

In den meisten Bereichen ist Fotografieren ohne Blitz für private Zwecke erlaubt. In einigen sensiblen Bereichen wie der Schatzkammer oder bei bestimmten Ausstellungsstücken im Sisi Museum kann das Fotografieren eingeschränkt sein. Professionelle Aufnahmen benötigen eine spezielle Genehmigung.

INFO: Alle Angaben & Details ohne Gewähr – bitte selbst vor Ort informieren sowie in einem aktuellen Reiseführer & weiteren Wienseiten erkundigen!