Die Erzdiözese Wien ist die größte katholische Diözese Österreichs, was die Anzahl der ihr angehörenden Katholiken betrifft. Sie erstreckt sich über die Hauptstadt des Landes als auch über die gesamte östliche Hälfte Niederösterreichs. Entsprechend viele Pfarren und Orden gehören der Diözese an.
Regelmäßig finden in den zugehörigen Kirchen Gottesdienste und weitere Veranstaltungen statt, die von Anwohnern sowie Touristen gleichermaßen besucht werden können. Im Internet informiert die Erzdiözese Wien über alle wichtigen Neuigkeiten, Events und Wissenswertes rund um den Glauben und die katholische Kirche.
Fakten und Zahlen rund um die Erzdiözese Wien
Dass die Stadt Wien mit ihrem Stephansdom katholisch geprägt ist, ist sicherlich auch für Besucher der österreichischen Hauptstadt kein Geheimnis. Wahrscheinlich wissen aber die wenigsten, dass hier die größte Diözese Österreichs ansässig ist: Aktuelle Zahlen (Stand: 2023) zeigen, dass ihr 1.061.349 Katholiken/Katholikinnen angehören. Damit hebt sie sich deutlich von anderen Diözesen des Landes ab. Geographisch umfasst die Erzdiözese Wien die gesamte Stadt Wien, aber auch den Osten des Bundeslandes Niederösterreich.
Eingeteilt ist sie in insgesamt drei Vikariate, bei denen es sich um jeweils eigene Verwaltungseinheiten handelt. Das Vikariat Wien ist hierbei für die Stadt selbst sowie für Klosterneuburg zuständig, während das Vikariat Nord das Weinviertel und das Marchfeld abdeckt und das Vikariat Süd das Industrieviertel bis in die Wiener Neustadt und die Bucklige Welt betreut.
Zur Erzdiözese Wien gehören im Jahr 2023 mehr als 600 Pfarren, in denen über 1.100 Priester und 210 Ständige Diakone aktiv tätig sind. Außerdem sind bis zu 100 Ordensgemeinschaften in der Diözese vorhanden, die wiederum rund 1.400 Ordensmänner beziehungsweise Ordensfrauen beinhalten. Darüber hinaus werden selbstverständlich noch viele weitere Personen in der einen oder anderen Form in der Erzdiözese Wien beschäftigt, so zum Beispiel Religionslehrer und Lehrerinnen und Laien/Laiinnen sowie ehrenamtliche Mitarbeiter in der Seelsorge. Letztere deckt zahlreiche Bereiche ab, darunter gesonderte Angebote für Kinder, Behinderte, Touristen und Familien.
Ein kurzer Ausflug in die Geschichte der Erzdiözese Wien
Auch wenn die Erzdiözese Wien heute die größte des ganzen Landes ist, gibt es sie erst seit dem 15. Jahrhundert. Vor dieser Zeit gehörte Wien zur Diözese Passau, und auch wenn etwa durch die Habsburger mehrere Versuche unternommen wurden, eine eigene Diözese zu gründen, scheiterten diese zunächst. Die offizielle Gründung des Bistums Wien erfolgte im Jahr 1469, als auch die Pfarrkirche St. Stephan zur Kathedrale gemacht wurde. Zu Beginn bestand die noch junge Diözese nur aus drei Pfarren und war damit so klein, dass sie nicht einmal einen eigenen Bischof hatte, sondern eine ganze Zeit lang von Administratoren geführt wurde. Erst im Jahr 1513 wurde der erste Bischof ins Amt berufen. Die Diözese wuchs in den folgenden Jahrhunderten stetig und wurde 1722 zur Erzdiözese ernannt. Bis heute gab es insgesamt 32 Bischöfe, darunter 16 Erzbischöfe, die zum Teil auch während vergangener Papstwahlen als Kardinäle fungierten.
Die Erzdiözese Wien in der heutigen modernen Zeit
Die Erzdiözese Wien geht mit der Zeit. Sie zeichnet sich im Vergleich zu anderen Diözesen durch eine verstärkte Internationalität aus. Ihr gehören in diesem Zusammenhang etwa 30 anderssprachige Gemeinden an. Insgesamt zählt sie etwa 4,8 Prozent gläubige Katholiken aus 50 verschiedenen Ländern der Welt. Somit kann die Erzdiözese Wien zurecht als religiöser Anlaufpunkt für Katholiken aller Herren Länder bezeichnet werden. Besonders seit der Corona-Pandemie ist die Erzdiözese Wien auch verstärkt im Internet vertreten und geht in jeglicher Hinsicht mit der Zeit. In diesem Zusammenhang werden etwa Gottesdienste live übertragen, sodass auch diejenigen teilnehmen können, denen eine persönliche Anwesenheit in der Kirche aus gesundheitlichen oder anderweitigen Gründen nicht möglich ist. Auch bereits vergangene Gottesdienste und andere kirchliche Feierlichkeiten lassen sich bei Bedarf online abrufen. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, Mitarbeiter der Diözese über das Internet zu erreichen, so etwa bei Fragen oder Problemen.
Gottesdienste der Erzdiözese Wien online suchen und finden
Eine Funktion auf der Webseite der Erzdiözese Wien ist der sogenannte „Gottesdienst-Finder“, über den bevorstehende Gottesdienste in der Nähe gefunden werden können. Hierzu geben Nutzer zunächst entweder die Stadt oder Postleitzahl ein, woraufhin sich ein Fenster öffnet, in dem die verfügbaren Veranstaltungen angezeigt werden.
Es ist an dieser Stelle dann noch einmal möglich, genauer zu filtern, so zum Beispiel nach dem Wochentag, der Sprache, der genauen Art der Veranstaltung und dem Festtag. Anhand dieser Angaben zeigt die Seite dann die bald stattfindenden Gottesdienste in der gewünschten Umgebung an. Verfügbar ist der Gottesdienst-Finder zusammen mit vielen weiteren nützlichen Informationen unter https://www.erzdioezese-wien.at/.
Wo kann ich heute die Heilige Messe besuchen? Gottesdienste in Wien
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, bei einem Aufenthalt in der österreichischen Metropole auch einen katholischen Gottesdienst zu besuchen. An jedem Wochentag können gläubige Katholiken an einem Gottesdienst teilnehmen. Sonntags werden etwa allein im Stephansdom drei Messen zu unterschiedlichen Uhrzeiten angeboten, und zwar in der Eligiuskapelle jeweils um 7.00 Uhr, der Barbarakapelle um 17.00 Uhr und der Unterkirche um 9.00 Uhr. Ganz in der Nähe ebenfalls am Stephansplatz gelegen ist die Pfarrkirche Dom- und Metropolitankirche St. Stephan, die sonntags zwischen 7.30 und 21.00 Uhr zahlreiche Gottesdienste wie etwa die Hl. Messe oder die Vesper anbietet. Auch für Kinder und Familien sind geeignete Veranstaltungen im Programm. Unweit entfernt am Petersplatz finden Gläubige die Filialkirche St. Peter, die jeden Sonntag vier Gottesdienste veranstaltet. Wer sich dagegen am Prater oder in dessen Nähe aufhält, muss ebenfalls nicht weit fahren, um einen katholischen Gottesdienst zu besuchen: Die Pfarrkirche vom Hl. Klaus von Flüe in der Machstraße öffnet ihre Türen jeden Sonntag um 9.30 Uhr, um die Hl. Messe abzuhalten. Nahe Schönbrunn befindet sich die Pfarrkiche Meidling, und zwar am Migazziplatz: Hier besteht die Möglichkeit, an jedem Sonntag etwa um 8.45 Uhr gemeinsam mit anderen Gläubigen den Rosenkranz zu beten.
So finden Gläubige die Erzdiözese Wien im Internet
Selbstverständlich stehen nicht nur am Sonntag, dem „Tag des Herrn“, katholische Gottesdienste in Wien zur Auswahl. An jedem Wochentag sowie zu den gängigen Feiertagen und Festen halten die in der Stadt befindlichen Kirchen entsprechende Messen ab. Diese können von allen Katholiken, aber auch von Interessenten anderer Glaubensrichtungen besucht werden. Alle Informationen zu den Terminen, Veranstaltungen und Orten finden Nutzer ebenfalls auf der bereits genannten Webseite https://www.erzdioezese-wien.at/.
Hier ist es auf Wunsch auch möglich, den zur Erzdiözese Wien gehörigen Newsletter zu abonnieren: Auf diese Weise werden alle relevanten Informationen automatisch bequem per Mail zugestellt. Eine Anmeldung ist möglich unter https://www.erzdioezese-wien.at/themakirche. Auch in den sozialen Medien ist die Erzdiözese Wien vertreten, und zwar über die folgenden Links:
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Bekannte Kirchen in Wien: Diese sakralen Bauten sind einen Besuch wert
In Wien gibt es mehrere hundert christliche Kirchen, von denen natürlich auch ein entscheidender Teil dem Katholizismus angehört. Die sakralen Bauwerke präsentieren sich nicht selten eindrucksvoll und imposant und sind aus diesem Grund längst nicht nur bei Gläubigen beliebt: Kirchen sind auch immer Zeitzeugen der Geschichte einer Stadt, Region und Religion. Zu den international bekanntesten Kirchen in der österreichischen Hauptstadt gehören unter anderem die folgenden:
- Domkirche St. Stephan: Der weltweit bekannte Stephansdom wurde im Jahr 1147 geweiht und ist nicht nur ein Wahrzeichen Wiens, sondern sogar ganz Österreichs. Er gehört zu den populärsten Bauwerken der Stadt und wird zurecht auch von vielen Touristen besichtigt. Neben Gottesdiensten werden hier auch Führungen angeboten und Konzerte veranstaltet.
- Peterskirche: Diese barocke Kirche unweit des Stephansdoms zieht ebenfalls zahlreiche Besucher an, denn vor allem auch die Innengestaltung zeichnet sich durch luxuriöse Elemente aus. Auch hier finden immer wieder klassische Konzerte statt. Der Eintritt in die Peterskirche mit dem bereits von außen eindrucksvoll wirkenden grünen Dach ist kostenlos.
- Karlskirche: Den barocken Baustil finden Besucher auch in der Wiener Karlskirche, bei der es sich um eine der berühmtesten Kirchen der Stadt handelt. Ein Teil des beeindruckenden Gebäudes im 4. Bezirk steht unter Denkmalschutz. Zu den Highlights des Bauwerks gehört die Orgel aus dem 18. Jahrhundert, deren Erbauer bis heute unbekannt ist.
Was sollten Besucher beim Besuch der Wiener Kirchen beachten?
Wer Wien besucht und sich für Geschichte interessiert, kommt an den zahlreichen Kirchen der Hauptstadt nicht herum. Nicht nur Gläubige haben zurecht Freude an den historischen Bauwerken, die von einer bewegten Historie erzählen. Es gibt aber vor einem Abstecher in die sakralen Gebäude einige Punkte, die Besucher nicht außer acht lassen sollten:
- Nicht alle Kirchen in Wien können kostenlos besucht werden. Die Eintrittspreise variieren teils deutlich: So kostet der Eintritt in die Karlskirche etwa 10 Euro, während die Peterskirche gratis betreten werden kann. Es ist ratsam, sich vorab online über die jeweiligen Preise zu informieren.
- Da sich vor allem die bekannten Kirchen der Stadt großer Beliebtheit erfreuen, kann es insbesondere in den Ferien recht voll werden. Auch hier ist es wieder sinnvoll, Informationen über die jeweiligen Stoßzeiten einzuholen, um ein hohes Menschenaufkommen bei Bedarf zu vermeiden.
- Wird eine Führung durch die ausgewählte Kirche gewünscht, sollten Besucher im Voraus erfragen, wann genau diese möglich sind: Nicht immer sind ausgebildete Guides vor Ort. Zudem kann es erforderlich sein, sich für die gewünschte Führung anzumelden und sich so eine Teilnahme zu sichern. Das gilt nicht nur für größeren Gruppen, sondern auch für Familien mit kleinen Kindern, damit die Führung auch wirklich für die kleinen Teilnehmer geeignet ist.