Wer in Wien in die Pflege einsteigen möchte, hat mehrere deutlich unterschiedliche Wege: Pflegeassistenz (PA), Pflegefachassistenz (PFA) und der gehobene Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP) unterscheiden sich bei Ausbildungsdauer, Verantwortung und späteren Einsatzmöglichkeiten. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach qualifizierten Pflegekräften langfristig hoch – in Krankenhäusern ebenso wie in Pflegewohnhäusern, mobilen Diensten, Rehabilitation und anderen Versorgungsbereichen.
Die Entscheidung sollte trotzdem nicht allein nach dem Argument „In der Pflege findet man immer einen Job“ fallen. Entscheidend ist, welche Aufgaben man übernehmen möchte, wie lange man sich ausbilden lassen kann, wie viel Verantwortung man später tragen will und welches Arbeitsumfeld zu einem passt.
Stand: 28. August 2026. Ausbildungsplätze, Bewerbungsfristen, Förderhöhen und konkrete Stellenangebote können sich ändern und sollten vor einer Bewerbung bei der jeweiligen Ausbildungsstelle beziehungsweise Förderstelle noch einmal geprüft werden.
| Pflegeberuf | Typische Ausbildungsdauer | Einordnung | Typische Einsatzbereiche |
|---|---|---|---|
| Pflegeassistenz (PA) | meist 1 Jahr Vollzeit / 1.600 Stunden | Einstieg in einen gesetzlich geregelten Pflegeberuf | Krankenanstalten, Pflegeeinrichtungen, mobile Pflege, Rehabilitation |
| Pflegefachassistenz (PFA) | meist 2 Jahre / 3.200 Stunden | erweiterte pflegerische und medizinisch unterstützende Kompetenzen | Kliniken, Pflegewohnhäuser, Geriatrie, Hospiz, Hauskrankenpflege und weitere Bereiche |
| DGKP | 6 Semester Bachelorstudium | gehobener Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege | direkte Pflege, Pflegeprozess, Beratung, Koordination, Spezialisierung, Management und weitere Bereiche |
Welche Pflegeberufe gibt es in Wien?
In Österreich werden die professionellen Gesundheits- und Krankenpflegeberufe im Kern in drei Qualifikationsstufen gegliedert: Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz und diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen. Grundlage dafür ist das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz. Wer den jeweiligen Beruf ausüben möchte, benötigt eine anerkannte Ausbildung und muss die Voraussetzungen für die Berufsausübung erfüllen. Dazu gehört grundsätzlich auch die Eintragung in das Gesundheitsberuferegister.

Pflegeassistenz: der kürzeste reguläre Ausbildungsweg
Die Pflegeassistenz ist der kürzeste der drei klassischen Ausbildungswege. Die Ausbildung umfasst grundsätzlich 1.600 Stunden und dauert in Vollzeit normalerweise etwa ein Jahr.
Pflegeassistent:innen unterstützen unter anderem bei Körperpflege, Mobilisation und Nahrungsaufnahme, beobachten den Gesundheitszustand, kontrollieren beispielsweise Vitalzeichen und wirken innerhalb ihres gesetzlich definierten Kompetenzbereichs an pflegerischen sowie medizinischen Maßnahmen mit.
Wer möglichst rasch in einen Pflegeberuf einsteigen möchte, kann die PA deshalb interessant finden. Man sollte die Entscheidung aber nicht ausschließlich anhand der kürzeren Ausbildungsdauer treffen. Die späteren Kompetenzen und Karrierewege unterscheiden sich deutlich von jenen einer PFA oder DGKP.
Pflegefachassistenz: mehr Kompetenzen und zwei Jahre Ausbildung
Die Pflegefachassistenz umfasst grundsätzlich 3.200 Ausbildungsstunden und dauert bei einer Vollzeitausbildung in der Regel zwei Jahre. Wer bereits eine Pflegeassistenz-Ausbildung abgeschlossen hat, kann unter bestimmten Voraussetzungen einen verkürzten Ausbildungsweg nutzen.
PFA übernehmen neben pflegerischen Aufgaben zusätzliche Tätigkeiten im Bereich Diagnostik und Therapie. Dazu können im gesetzlich festgelegten Rahmen beispielsweise venöse Blutabnahmen, EKG-Untersuchungen und weitere medizinisch unterstützende Maßnahmen gehören.
Gerade für Menschen, die einen praxisnahen Pflegeberuf suchen, aber mehr Kompetenzen als in der Pflegeassistenz übernehmen möchten, ist die PFA daher ein besonders relevanter Ausbildungsweg.
DGKP: Pflege als Bachelorstudium
Die Ausbildung für den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege erfolgt seit 2024 ausschließlich über ein Bachelorstudium an einer Fachhochschule. In Wien wird das Studium unter anderem in Kooperation zwischen der Hochschule Campus Wien und dem Wiener Gesundheitsverbund angeboten.
Das Bachelorstudium dauert sechs Semester und umfasst 180 ECTS. Theorie und umfangreiche praktische Ausbildung werden miteinander verbunden. Beim aktuellen Wiener Modell werden auch Praktika in Kliniken und Pflegeeinrichtungen absolviert; je nach Studienorganisation gehören zudem Wochenend- und Nachtdienste zur praktischen Ausbildung.
DGKP tragen eine wesentlich umfassendere fachliche Verantwortung für den Pflegeprozess. Dazu zählen unter anderem Pflegeassessment, Planung, Durchführung und Evaluation pflegerischer Maßnahmen sowie Beratung, Prävention, Gesundheitsförderung und die Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen.
In Wien stehen laut Wiener Gesundheitsverbund insgesamt 2.210 Studienplätze für Gesundheits- und Krankenpflege zur Verfügung. Das entspricht derzeit 737 Studienanfänger:innen pro Jahr.
Pflegeausbildung in Wien: Voraussetzungen, Finanzierung und Praxis
Die Ausbildungswege unterscheiden sich nicht nur bei der Dauer. Auch die Aufnahmevoraussetzungen sind verschieden. Bei der Pflegeassistenz ist grundsätzlich ein niedrigerer schulischer Einstieg möglich als bei der Pflegefachassistenz; für das Bachelorstudium gelten wiederum die hochschulrechtlichen Zugangsvoraussetzungen.
| Weg | Wichtige Orientierung | Was vor der Bewerbung geprüft werden sollte |
|---|---|---|
| Pflegeassistenz | 1-jährige Vollzeitausbildung möglich | Aufnahmeverfahren, Schulabschluss, gesundheitliche Eignung, Deutschkenntnisse |
| Pflegefachassistenz | 2-jährige Vollzeitausbildung | Aufnahmeverfahren, erforderliche Schulstufe, gesundheitliche Eignung, Deutschkenntnisse |
| DGKP | 6 Semester Bachelorstudium | Hochschulzugang beziehungsweise alternativer Zugang, Aufnahmeverfahren, B2-Deutsch beim aktuellen WIGEV-Modell, gesundheitliche Eignung |
Beim Bachelorstudium des Wiener Gesundheitsverbunds werden derzeit unter anderem Matura, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung akzeptiert. Ein Einstieg kann auch über eine einschlägige berufliche Qualifikation in Verbindung mit erforderlichen Zusatzprüfungen möglich sein. Zum Aufnahmeverfahren gehören aktuell ein Computertest und ein Bewerbungsgespräch.
Förderungen können den Einstieg deutlich erleichtern
Ein entscheidender Punkt bei einer längeren Pflegeausbildung ist die Finanzierung des Lebensunterhalts. In Wien existieren dafür mehrere Modelle, die allerdings unterschiedliche Voraussetzungen haben.
Die Wiener Pflegeausbildungsprämie beträgt im Jahr 2026 658,40 Euro pro Monat. Sie kann für bestimmte Pflege- und Sozialbetreuungsausbildungen beantragt werden. Bei Teilzeitausbildungen kann die Prämie entsprechend aliquotiert werden. Andere finanzielle Leistungen können auf die Prämie angerechnet werden.
Daneben gibt es Programme wie Jobs PLUS Ausbildung. Bei ausgewählten Ausbildungswegen werden Ausbildung, finanzielle Unterstützung während der Ausbildungszeit und ein anschließender Arbeitsplatz miteinander kombiniert. Bei aktuellen Angeboten für Gesundheits- und Krankenpflege beziehungsweise Pflegefachassistenz werden über das Programm mindestens 1.546 Euro pro Monat während der Ausbildung genannt. Die Plätze sind allerdings begrenzt und die Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Angebot.
Praxistipp: Wer eine Pflegeausbildung ernsthaft erwägt, sollte nicht nur nach dem gewünschten Abschluss suchen. Es lohnt sich gleichzeitig zu prüfen, welche Fördervariante für die persönliche Situation möglich ist. Arbeitslosigkeit, bisherige Berufstätigkeit, Wohnsitz, bestehende Ansprüche und gewählte Ausbildung können einen großen Unterschied machen.
Wo arbeiten Pflegekräfte in Wien?
Pflege bedeutet nicht automatisch Krankenhausstation. Die möglichen Einsatzbereiche sind wesentlich breiter. Gerade in Wien gibt es durch das große Gesundheits- und Sozialwesen sehr unterschiedliche Arbeitgeber und Arbeitsumgebungen.
| Einsatzbereich | Was dort typisch sein kann | Worauf Bewerber:innen achten sollten |
|---|---|---|
| Akutkrankenhaus | stationäre und ambulante Versorgung, unterschiedliche medizinische Fachrichtungen | Schichtsystem, Fachbereich, Arbeitsorganisation, Spezialisierungsmöglichkeiten |
| Pflegewohnhaus / Langzeitpflege | langfristige Begleitung und Versorgung pflegebedürftiger Menschen | Beziehungsarbeit, körperliche Belastung, Dienstzeiten, Teamstruktur |
| Geriatrie | Pflege und Betreuung älterer Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf | multiprofessionelle Zusammenarbeit und hoher pflegerischer Anteil |
| Mobile Hauskrankenpflege | Versorgung von Menschen in ihrer eigenen Wohnung | selbstständiges Arbeiten, Wege zwischen Patient:innen, Zeitplanung |
| Rehabilitation | Pflege im Zusammenhang mit Wiederherstellung und Erhalt von Fähigkeiten | enge Zusammenarbeit mit therapeutischen Berufsgruppen |
| Hospiz und Palliative Care | Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen | hohe fachliche und emotionale Anforderungen |
| Weitere Bereiche | Beratung, Prävention, Forschung, Lehre, Management oder Qualitätsentwicklung | häufig zusätzliche Berufserfahrung oder Weiterqualifikation erforderlich |
Ein besonders großer Arbeitgeber ist der Wiener Gesundheitsverbund. Zu seinem Netzwerk gehören Wiener Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Ausbildungsstandorte. Daneben existieren in Wien zahlreiche weitere öffentliche, gemeinnützige und private Arbeitgeber im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich.
Die Wahl des Einsatzbereichs beeinflusst den Berufsalltag erheblich. Eine Akutstation, mobile Pflege und ein Pflegewohnhaus können denselben formalen Pflegeberuf erfordern und sich trotzdem bei Arbeitsrhythmus, Patientenkontakt, körperlicher Belastung und Selbstständigkeit stark unterscheiden.
Arbeitsmarkt für Pflegeberufe in Wien: Wie gut sind die Jobchancen?
Die langfristige Nachfrage nach qualifiziertem Pflegepersonal ist hoch. Für Österreich geht die aktualisierte Pflegepersonal-Bedarfsprognose davon aus, dass im Zeitraum 2023 bis 2030 rund 51.000 Pflege- und Betreuungspersonen benötigt werden, um Ersatz- und zusätzlichen Personalbedarf abzudecken. Bis 2050 wird im Durchschnitt ein jährlicher zusätzlicher Bedarf von rund 7.000 Pflege- und Betreuungspersonen ausgewiesen.
Diese österreichweite Prognose bedeutet allerdings nicht, dass jede Qualifikation zu jedem Zeitpunkt in jedem Wiener Bereich gleich stark gesucht wird. Der Pflegearbeitsmarkt besteht aus vielen Teilmärkten: Krankenhaus, Langzeitpflege, mobile Dienste, spezialisierte Pflege, verschiedene Qualifikationsstufen und unterschiedliche Arbeitgeber.
Was die aktuellen Wiener Zahlen zeigen – und was nicht
Auch der Wiener Gesundheitsverbund bleibt ein sehr großer Arbeitgeber. Laut dem im Juni 2026 veröffentlichten Personalbericht waren dort im Jahr 2025 insgesamt rund 30.898 Mitarbeiter:innen beschäftigt. Der gesamte Besetzungsgrad wurde mit 95,69 Prozent angegeben. 3.150 Personen traten im Berichtsjahr neu ein, 2.656 schieden aus.
Diese Zahlen beziehen sich auf den Wiener Gesundheitsverbund insgesamt und dürfen deshalb nicht als Pflege-Vakanzquote interpretiert werden. Sie zeigen aber, wie groß der Wiener Gesundheitsarbeitsmarkt ist und wie stark laufende Personalgewinnung und Mitarbeiterbindung für einen großen Versorgungsträger geworden sind.
Auch ein Blick auf aktuelle Ausschreibungen zeigt regelmäßig Nachfrage nach unterschiedlichen Pflegequalifikationen. Im August 2026 waren beispielsweise DGKP- und PFA-Stellen in mehreren Wiener Pflegeeinrichtungen ausgeschrieben. Solche Momentaufnahmen sind hilfreich, ersetzen aber keine langfristige Arbeitsmarktstatistik.
PA oder PFA nur nach Jobchancen auswählen?
Nein. Gerade hier lohnt eine differenzierte Betrachtung. In einer aktuellen Diskussion im Wiener Reddit-Forum berichteten einzelne Pflegebeschäftigte beispielsweise, dass die Chancen für Pflegeassistent:innen je nach Bereich unterschiedlich wahrgenommen werden und PFA langfristig teilweise als flexiblere Qualifikation empfohlen wird. Gleichzeitig wurden mobile Pflege und Pflegeheime als mögliche Arbeitsfelder für PA genannt.
Solche Erfahrungsberichte sind anekdotisch und nicht repräsentativ. Sie zeigen aber eine sinnvolle Frage für die eigene Entscheidung: Nicht nur „Wird Pflege gesucht?“, sondern „Wird meine konkrete Qualifikation dort gesucht, wo ich später arbeiten möchte?“
Wer bereits weiß, dass beispielsweise Krankenhaus, Langzeitpflege oder mobile Pflege bevorzugt wird, kann schon vor Ausbildungsbeginn aktuelle Stellenanzeigen verschiedener Arbeitgeber vergleichen. Dadurch lässt sich erkennen, welche Abschlüsse in diesem Teil des Wiener Arbeitsmarkts tatsächlich regelmäßig verlangt werden.
Wie sieht die Zukunft der Pflegeberufe in Wien aus?
Der Bedarf an Pflege ist keine kurzfristige Entwicklung. Eine alternde Bevölkerung verändert langfristig sowohl den Umfang als auch die Art der benötigten Versorgung. Gleichzeitig muss ein Teil der heute beschäftigten Pflegekräfte in den kommenden Jahren altersbedingt ersetzt werden.
Wien reagiert darauf nicht nur mit zusätzlichen Ausbildungsangeboten. Im Regierungsmonitor der Stadt wird das Programm Pflege.Zukunft.Wien weiterhin mit einem Zeithorizont bis 2030 geführt. Auf Basis der Personalbedarfsprognosen sollen Ausbildungsplätze weiterentwickelt und der sogenannte Skill-&-Grade-Mix überprüft werden – also die Frage, welche Aufgaben und Kompetenzen von welchen Qualifikationsgruppen sinnvoll übernommen werden.
Für Berufseinsteiger:innen ist das relevant: PA, PFA und DGKP sind keine austauschbaren Bezeichnungen für dieselbe Tätigkeit. Unterschiedliche Ausbildungsniveaus sollen unterschiedliche Kompetenzen in ein Pflegeteam einbringen.
Blick nach Deutschland: Fachkräftemangel in Krankenhäusern
Die Personalfrage endet nicht an der österreichischen Grenze. Auch Deutschland muss sich mit einer alternden Bevölkerung, dem Ausscheiden erfahrener Pflegekräfte und dem Bedarf an qualifiziertem Krankenhauspersonal beschäftigen. Einen detaillierten Überblick über aktuelle Krankenhausbeschäftigung, Vollzeitäquivalente, Altersentwicklung und Personalbedarf liefern beispielsweise die Zahlen zum Fachkräftemangel in deutschen Krankenhäusern.
Für Wien sind diese deutschen Werte nicht direkt übertragbar. Ausbildungssystem, Gesundheitsversorgung, Berufsrecht, Finanzierung und Krankenhausstrukturen unterscheiden sich. Der Vergleich zeigt aber, dass die langfristige Sicherung qualifizierter Pflegekräfte kein ausschließlich österreichisches Problem ist.
Welche Ausbildung passt zu welchem Ziel?
| Wenn Ihnen besonders wichtig ist … | Dann lohnt es sich, besonders zu prüfen … |
|---|---|
| möglichst rascher Berufseinstieg | Pflegeassistenz |
| praxisnaher Beruf mit erweiterten Kompetenzen | Pflegefachassistenz |
| umfassende Verantwortung im Pflegeprozess | DGKP / Bachelor Gesundheits- und Krankenpflege |
| spätere akademische Weiterentwicklung | Bachelorstudium und anschließende Master- beziehungsweise Spezialisierungswege |
| Arbeit außerhalb eines Krankenhauses | alle drei Qualifikationen prüfen – konkrete Möglichkeiten hängen vom Einsatzbereich ab |
| finanzierter Berufswechsel | waff, Jobs PLUS Ausbildung, Wiener Pflegeausbildungsprämie und gegebenenfalls AMS-Förderungen prüfen |
Vor einer endgültigen Entscheidung ist ein Blick auf den realen Berufsalltag besonders wertvoll. Wer die Möglichkeit hat, sollte Informationsveranstaltungen besuchen, mit Beschäftigten unterschiedlicher Einrichtungen sprechen und – sofern angeboten – einen Einblick in die Praxis nutzen. Schichtarbeit, körperliche Nähe zu pflegebedürftigen Menschen, Verantwortung, Dokumentation und emotionale Belastungen gehören ebenso zum Berufsbild wie Sinn, Teamarbeit und gute langfristige Beschäftigungsmöglichkeiten.
Unterm Strich bietet Wien mehrere gut ausgebaute Wege in einen Pflegeberuf. Der entscheidende Unterschied liegt weniger in der Frage, ob Pflege grundsätzlich Zukunft hat, sondern darin, welche Qualifikation zum gewünschten Arbeitsalltag passt. Wer Ausbildungsdauer, Kompetenzen, Einsatzbereich und Finanzierung gemeinsam betrachtet, trifft deshalb meist die bessere Entscheidung als jemand, der ausschließlich nach dem schnellsten Abschluss oder der größten Zahl an Stellenanzeigen entscheidet.
Häufige Fragen zu Pflegeberufen in Wien
Welche drei Pflegeberufe gibt es in Österreich?
Die drei zentralen Gesundheits- und Krankenpflegeberufe sind Pflegeassistenz (PA), Pflegefachassistenz (PFA) und der gehobene Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege beziehungsweise DGKP. Sie unterscheiden sich bei Ausbildung, Kompetenzen und Verantwortung.
Wie lange dauert die Pflegeassistenz-Ausbildung in Wien?
Die Ausbildung zur Pflegeassistenz umfasst grundsätzlich 1.600 Stunden und dauert in Vollzeit in der Regel ein Jahr. Teilzeitmodelle können entsprechend länger dauern.
Wie lange dauert die Pflegefachassistenz-Ausbildung?
Die Pflegefachassistenz umfasst grundsätzlich 3.200 Ausbildungsstunden und dauert als Vollzeitausbildung normalerweise zwei Jahre. Mit bereits abgeschlossener Pflegeassistenz kann ein verkürzter Ausbildungsweg möglich sein.
Muss man für DGKP in Österreich studieren?
Ja. Seit 2024 erfolgt die Ausbildung für den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege ausschließlich als Bachelorstudium an Fachhochschulen. Das Studium dauert grundsätzlich sechs Semester.
Wo können Pflegekräfte in Wien arbeiten?
Mögliche Arbeitsplätze gibt es unter anderem in Krankenhäusern, Pflegewohnhäusern, Geriatrie, Rehabilitation, Hospiz- und Palliativeinrichtungen sowie in der mobilen Hauskrankenpflege. Je nach Qualifikation kommen weitere Bereiche wie Beratung, Management, Forschung oder Lehre hinzu.
Werden Pflegekräfte in Wien gesucht?
Langfristig besteht ein hoher Personalbedarf. Die österreichweite Pflegepersonalprognose weist für 2023 bis 2030 einen Bedarf von rund 51.000 Pflege- und Betreuungspersonen aus. Wie stark einzelne Qualifikationen in Wien gesucht werden, unterscheidet sich allerdings nach Arbeitgeber und Einsatzbereich.
Wie hoch ist die Wiener Pflegeausbildungsprämie 2026?
Die Wiener Pflegeausbildungsprämie beträgt im Jahr 2026 grundsätzlich 658,40 Euro monatlich. Ob ein Anspruch besteht und ob andere Leistungen angerechnet werden, hängt von den jeweiligen Voraussetzungen ab.
Was ist Jobs PLUS Ausbildung in der Pflege?
Jobs PLUS Ausbildung verbindet bei ausgewählten Programmen Ausbildung, finanzielle Unterstützung während der Ausbildungszeit und einen anschließenden Arbeitsplatz. Die Voraussetzungen, verfügbaren Plätze und Förderhöhen hängen vom konkreten Angebot ab.
Braucht man für einen Pflegeberuf eine Eintragung im Gesundheitsberuferegister?
Für die Berufsausübung in den erfassten Gesundheits- und Krankenpflegeberufen ist neben der anerkannten Qualifikation grundsätzlich die entsprechende Eintragung in das Gesundheitsberuferegister erforderlich.
Ist Pflegefachassistenz besser als Pflegeassistenz?
Nicht grundsätzlich. Die Pflegefachassistenz dauert länger und besitzt erweiterte Kompetenzen. Wer möglichst rasch einsteigen möchte, kann die Pflegeassistenz bevorzugen. Wer langfristig mehr Tätigkeiten übernehmen und seine Einsatzmöglichkeiten erweitern möchte, sollte die PFA besonders genau prüfen.
Ist Pflege in Wien ein zukunftssicherer Beruf?
Die langfristigen Bedarfsprognosen sprechen für eine anhaltend hohe Nachfrage nach Pflege- und Betreuungspersonal. Eine Jobgarantie für jede einzelne Stelle oder Qualifikation lässt sich daraus aber nicht ableiten. Einsatzbereich, Abschluss und Arbeitgeber bleiben entscheidend.
Quellen und weiterführende Informationen
- Österreichisches Gesundheitsportal – Pflegeberufe in Österreich
- Sozialministerium – Pflegepersonal und Pflegepersonal-Bedarfsprognose
- waff – Wiener Pflegeausbildungsprämie
- Stadt Wien – Regierungsmonitor: Pflege und Pflegepersonal
- Reddit r/wien – Erfahrungsdiskussion zur Pflegeassistenz in Wien
- Medizin-Elektronik – Pflegenotstand und Fachkräftemangel in deutschen Krankenhäusern
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